sonstige Sportarten
Ruhe von Kienbaum soll Beyer Kraft geben

Super-Mittelgewichts-Champion Markus Beyer hält sich vor dem wichtigen WM-Kampf gegen Omar Sheika im Leistungszentrum Kienbaum fit. "Es gab viele neue Reizpunkte im Training. Die Bedingungen dort sind optimal."

Deutschlands einziger Box-Weltmeister Markus Beyer will mit aller Macht seinen Titel verteidigen und greift dabei auch gerne zu ungewöhnlichen Methoden. Vor dem WM-Kampf am Samstag (live in der ARD ab 22.55 Uhr) um den Titel der WBC im Berliner ICC gegen Omar Sheika schuftete der Super-Mittelgewichts-Champion im Leistungszentrum Kienbaum, wo sich sonst Ruderer, Volleyballer oder Turner auf ihre Wettkämpfe vorbereiten.

"Es gab viele neue Reizpunkte im Training. Die Bedingungen dort sind optimal. In der Ruhe von Kienbaum habe ich die nötige Kraft für den WM-Kampf getankt", sagte Beyer. Der Rechtsausleger aus Erlabrunn hat großen Respekt vor seinem Gegner: "Sheika ist ein harter Hund, kampfstark und zäh." Allerdings weiß Beyer auch um seine Stärken: "Ich bin schneller und werde diesen Vorteil nutzen."

Wegner: "Für Markus ist es eine freiwillige Titelverteidigung"

Trainer Uli Wegner glaubt an einen spannenden Fight: "Für Markus ist es eine freiwillige Titelverteidigung. Dafür hat er einen sehr starken Herausforderer gewählt." Sheikas Kampfrekord steht bei 26 Siegen, 17 davon vorzeitig, und sieben Niederlagen. Zuletzt lieferte der US-Boy dem hoch gehandelten IBF-Weltmeister Jeff Lacy (USA) über die volle Distanz von zwölf Runden einen harten Kampf.

Eine Vorbereitung der besonderen Art absolvierte Europameister Oktay Urkal, der am Samstag im Vorprogramm seinen Titel gegen den Russen Maxim Nesterenko verteidigt. Der "Ali aus Kreuzberg" lieferte sich im Box-Gym von Wilfried Sauerland am Berliner Olympiastadion eine schweißtreibende Trainingseinheit mit den Fußball-Profis von Hertha BSC Berlin und testete dabei vor allem die Schlagkraft von Mittelfeldspieler "Zecke" Neuendorf.

"Das war ein klares Unentschieden", urteilte Wegner nach den drei Runden a zwei Minuten. Neuendorf, in dessen Ecke Herthas brasilianischer Spielmacher Marcelinho als Coach fungierte, hatte sich extra die Hände bandagieren lassen, um dem Profi Paroli zu bieten. "Hoffentlich müssen wir Oktays Kampf am Samstag nicht verschieben", hatte Neuendorf im Vorfeld geflachst. Am Ende verließen Boxer und Fußballer den Ring ohne Blessuren.

Ursprünglich sollte Weltergewichtler Urkal seinen Titel gegen den Dänen Thomas Damgaard verteidigen. Doch der 34-Jährige sagte den Kampf wegen Trainingsrückstands ab. Jetzt heißt der Gegner Maxim Nesterenko, und der Titelverteidiger ist seiner Sache sicher: "Ich habe mich exzellent auf Nesterenko eingestellt und werde ihn in meiner Heimatstadt besiegen."

© SID

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