Russland hofft auf den großen Wurf
Zurück in die Zukunft

In Russland ist Eishockey neben Fußball Nationalsport - und Moskau ist die Eishockey-Hochburg schlechthin. Gleich sechs Teams der 1996 gegründeten nationalen "Superliga" kommen aus der Hauptstadt oder der Moskauer "Oblast", dem unmittelbaren Einzugsgebiet. Entsprechend hoch sind gerade dort die Erwartungen an die "Sbornaja".

HB MOSKAU. Russlands Liebe zum Eishockey resultiert nicht zuletzt aus den großen Erfolgen der "Sbornaja", der Auswahl der ehemaligen UdSSR, die zwischen 1963 und 1990 stolze 20 Mal den WM-Titel und sechs Olympiasiege holte. Der letzte Triumph einer russischen Mannschaft bei Weltmeisterschaften liegt aber nun bereits 14 Jahre zurück, es wird langsam wieder Zeit, an alte Glanzzeiten anzuknüpfen. 2006 im lettischen Riga gab es nur Rang fünf, bei Olympia in Turin wurde mit Platz vier ebenfalls eine Medaille verpasst - zu wenig für die hohen Ansprüche im erfolgsverwöhnten Russland. "Die Titelkämpfe genießen in der russischen Hauptstadt sehr großes Ansehen", unterstreicht Rene Fasel, Präsident des Weltverbandes IIHF, die Bedeutung der WM-Vergabe nach Moskau noch einmal.

Da ist es ein gutes Zeichen, dass Moskau zum fünften Mal der Ausrichter ist. Bei den letzten drei Titelkämpfen in Moskau 1973, 1979, 1986 holte sich die UdSSR jeweils den Titel, nur 1957 setzte sich Schweden durch. Die "Tre Kronor" sind als Olympiasieger und Titelverteidiger auch in diesem Jahr wieder einer der größten Rivalen der "Sbornaja".

Bei der Auswahl seines Kaders hat Russlands Trainer Wjatscheslaw Arkadjewitsch Bykow die Qual der Wahl. Dem ehemaligen Weltklassecenter von ZSKA Moskau und den Quebec Nordiques in der NHL, stehen sowohl in der heimischen Superliga als auch in Nordamerika jede Menge starke Spieler zur Verfügung. Allerdings spielen viele NHL-Stars mit ihren Teams noch in den Play-offs um den Stanley Cup. Bis zum 23. April muss Bykow seine endgültige Kaderliste beim Weltverband IIHF eingereicht haben.

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