Russland wenig überzeugend
Österreich bringt Russland in Bedrängnis

Zum Auftakt der Eishockey-WM ist Gastgeber Österreich knapp an einer Sensation gegen Russland vorbeigeschlittert. Ebenso hatte Titelverteidiger Kanada so seine Schwierigkeiten.

HB BERLIN. Österreich hat zum Auftakt der 69. Eishockey-Weltmeisterschaft nur knapp eine Überraschung verpasst. Die ersatzgeschwächten Gastgeber verloren am Samstag gegen Russland mit 2:4 (1:1, 0:1, 1:2) das Eröffnungsspiel der Gruppe A in Wien. Österreichs nächster Gegner Weißrussland leistete danach Ex-Weltmeister Slowakei beim 1:2 (0:0, 0:0, 1:2) lange Widerstand. Auch Titelverteidiger Kanada tat sich lange schwer, der 23-malige Champion setzte sich in Innsbruck aber 6:4 (1:1, 4:1, 1:2) gegen Lettland durch und übernahm die Spitze in der Gruppe B.

In der «Nordeuropa»- Gruppe C gewann Finnland 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) gegen Dänemark. Finnland führte durch Jere Karalahti (19.) und Niko Kapanen (42.) lange 2:0, musste nach dem Gegentor von Lasse Degn eine Minute vor Ende aber noch zittern. In der Staffel spielt auch noch Schweden.

Die Österreicher wehrten sich nach der WM-Eröffnung durch Bundespräsident Heinz Fischer viel besser als erwartet und brachten sich letztlich durch Abwehrfehler um den Lohn. Vor 8000 Zuschauern in der Wiener Stadthalle trafen Supertalent Alexander Owetschkin (11. Minute) und Alexander Charitonow (24.) in Unterzahl zwei Mal zur russischen Führung.

Für den Ausgleich sorgten jeweils Oliver Setzinger (16.) und Raimund Divis (48.), dessen harmloser Schuss aus Linksaußenposition Torwart Maxim Sokolow durch die Beine rutschte. Erst Alexej Kowalew (58.) und Ilja Kowaltschuk (60.) ins leere Tor sicherten den Sieg des wenig überzeugenden Favoriten.

Rick Nash bewahrte Weltmeister Kanada mit drei Toren vor einem verpatzten Start. Die Führungen durch Brendan Morrison (3.) und Joe Thornton (28.) glich der letztjährige Viertelfinalist Lettland durch Aleksandrs Semjonovs (4.) und Girts Ankinpans (31.) aus. Der Treffer zum 2:2 war umstritten, weil kaum zu sehen war, ob Kanadas Star- Torhüter Martin Brodeur den Puck mit der Fanghand wirklich erst hinter der Linie zu fassen bekam. Der deutsche Schiedsrichter Richard Schütz aus Moers entschied nach Ansicht der Fernsehbilder auf Tor.

Doch die physisch starken Kanadier stürmten unbeeindruckt weiter. Zwei Nash (34./37.) und Patrick Marleau (36.) sorgten binnen drei Minuten für ein scheinbar beruhigendes Polster. Danach machte Lettlands Torhüter Edgars Masalskis Platz für Routinier Arturs Irbe. Die Balten kamen durch Viktors Ignatjevs (47.) und Karlis Skrastins (49.) noch auf 4:5 heran, ehe erneut Nash (55.) alles klar machte.

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