Sabine Völer beendet Karriere
Eisschnellläuferin Völker sagt "Goodbye"

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Sabine Völker wird in Zukunft die Schlittschuhe im Schrank lassen und beendet drei Wochen nach ihrem 33. Geburtstag ihre aktive Karriere. "Ich habe fast alles erreicht. Ich hätte mich auch so entschieden, wenn ich zuletzt andere, bessere Ergebnisse erzielt hätte", begründete Völker ihren Entschluss. Abgesehen vom Gold in der Teamverfolgung, bei der sie nur im ersten Vorlauf antrat, hatte die Ex-Weltrekordlerin und Siegerin des Gesamtweltcups über die 1000m bei den Winterspielen in Turin enttäuscht.

"Der Körper hat nach den vielen Rückschlägen nicht mehr gewollt. Deshalb ist es besser, dass ich aufhöre", sagte die 33 Jahre alte Völker. Seit Wochen hatte sie über das Karriereende nachgedacht. Nach einem letzten Gespräch am Donnerstag mit ihrem langjährigen Trainer Stephan Gneupel im Klubheim ihres Stammvereins Eissportklub Erfurt stand die Entscheidung fest: "Es ist auch ein wenig befreiend", sagt Völker.

In ihrem letzten olympischen Rennen am 19. Februar lief die Sprinterin nur auf den 21. Rang. Ihr bestes Jahr hatte Völker 2002, als sie bei den Winterspielen in Salt Lake City dreimal Edelmetall gewann. Über 1 000 und 1500m sicherte sich die diplomierte Betriebswirtschaftlerin jeweils Silber, dazu kam die Bronzemedaille über 500m. Im gleichen Jahr gewann sie den Gesamtweltcup über 1000m. "Da bin ich endlich mal von Verletzungen und Schmerzen verschont geblieben", sagt sie und erinnert heute noch gerne an ihr großes Jahr. Bei Sprint-Weltmeisterschaften stand Völker insgesamt dreimal auf dem Treppchen.

Konzentration auf den Beruf

Nach der Enttäuschung von Turin ließ sich die kleingewachsene Blondine mit der Entscheidung über ihre Zukunft noch einige Monate Zeit, obwohl sie zuletzt schon gar nicht mehr trainiert hatte. Den Zeitpunkt des Abschiedes wollte sie immer selbst bestimmen. In Zukunft wird die diplomierte Betriebswirtin, die neben ihrer sportlichen Karriere in Jena ein Studium abgeschlossen hat, verstärkt für einen Thüringer Energie-Anbieter arbeiten. Auch für die neue Aufgabe hat sie bereits ihren Ehrgeiz entdeckt: "Ich freue mich darauf, auch beruflich zu zeigen, dass ich etwas kann."

© SID

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