Saison
Wenn der Segler in den Bach fällt

Die Saison für die Seenotretter geht wieder los – Rund um die Uhr auf Posten.

CUXHAVEN. Ein eher wortkarger Ostfriese ist Jörg Bünting. Um seine Arbeit macht er nicht viel Aufhebens. Nur manchmal lässt er einen Anflug von berufsbedingtem Stolz erkennen. „Kapitäne gibt es viele“, sagt Bünting, „aber nur wenige Vormänner.“

Die traditionsreiche Bezeichnung steht für die Schiffsführer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, abgekürzt DGzRS.

Die Gesellschaft verfügt über eine Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten auf 54 Stationen zwischen der Emsmündung im Westen und der Pommerschen Bucht im Osten.

Jeder Segler in deutschen Gewässern kennt die Retter, viele werden sie in der neuen Saison auch leider brauchen. Und deshalb spenden viele Motorbootfahrer und Segler Geld in die Spardosen, die in fast jeder Hafenkneipe aufgestellt sind und die Form eines Rettungsbootes haben.

Bünting, 46 Jahre alt und seit 27 Jahren bei der DGzRS, ist Vormann der vierköpfigen Crew auf dem Rettungskreuzer „Hermann Helms“ , der in Cuxhaven auf Station liegt und die Elbmündung sichert. Das ist ein viel befahrenes Gewässer mit gefährlichen Untiefen mittendrin. Und auf beiden Seiten ist das Watt, das bei Ebbe trockenfällt und schon so manchem Skipper zum Verhängnis geworden ist.

Auf „Schiet“ zu sitzen ist im besten Fall nur ärgerlich, im schlimmsten Fall aber lebensgefährlich, wenn der „Blanke Hans“ wütet und die Nordsee zur Mordsee wird. Der Vogelsand in der Elbmündung ist einer der berüchtigsten Friedhöfe der sieben Meere.

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