Sammer ist nicht unumstritten im Klub
Eine Woche zwischen zwei Welten

Der VfB Stuttgart hat sich im Kampf um einen Champions-League-Platz ein Endspiel gegen Meister München eingebrockt.

STUTTGART. Als Jurica Vranjes vom Trainingsplatz über die grauen Steinplatten zur Kabine hinauf schlenderte, tänzelte ein spöttisches Lächeln auf seinen Lippen. Ein paar Kamerateams waren gekommen, um einen Tag nach der 0:2-Niederlage bei Absteiger Bochum auf Spurensuche zu gehen. Immerhin hat es der VfB Stuttgart geschafft, als einziger Klub auswärts gegen alle drei Absteiger zu verlieren und zum x-ten Mal die Chance zu vergeben, beim Kampf um einen Startplatz in der Champions League den zweiten Platz zu erobern oder wenigstens den dritten festzuzurren, der zumindest noch die Teilnahme an den Qualifikationsspielen bedeutet. Jetzt hat sich der Klub eine Art Endspiel gegen den Deutschen Meister Bayern München am letzten Spieltag eingebrockt.

"Und, alles in Ordnung?", fragten sie den Mann, der zur nächsten Saison beim SV Werder Bremen anheuert. Vranjes antwortete: "Bei mir schon." Mehr wollte der defensive Mittelfeldspieler nicht erklären, er beließ es bei der süffisanten Andeutung und deutete nur kurz hinter sich zu den Teamkollegen.

Vor den Toren waren Polizeibeamte in Stellung gegangen. Überall schlichen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes herum. Es blieb ruhig. Etwa 60 Anhänger waren gekommen, um zu ergründen, was die Schieflage ihres Klubs ausgelöst haben könnte. In Bochum hatten ein paar "Sammer raus!" gerufen, die Abfahrt des Mannschaftsbusses blockiert und für eine bedrohliche Stimmung gesorgt. "Leblos" hatte Torwart Timo Hildebrand nach zwei Gegentoren geschimpft und sich frustriert an den Pfosten gelehnt.

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