Satire oder Verletzung der Persönlichkeitsrechte
Gericht verhandelt Klage von Mayer-Vorfelder

Gerhard Mayer-Vorfelder zieht weiter gegen eine Comedyserie des Südwestrundfunks vor Gericht. Der DFB-Präsident sieht sich darin in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt. Am Donnerstag verhandelt das Berliner Landgericht die Klage.

HB BERLIN. In der Serie wird der Sportfunktionär als lallender und stotternder Trunkenbold dargestellt. "MV" klagt auf Unterlassung gegen die vom SWR als Satire eingestufte Serie mit einem Stimmenimitator.

Im November des vergangenen Jahres bekam der 72-Jährige im Eilverfahren vor dem Kammergericht Recht. Die Anspielung auf einen angeblich stets alkoholisierten DFB-Chef sei eine schwere Persönlichkeitsverletzung. Jetzt soll das Landgericht im Hauptverfahren entscheiden, ob die Satire noch in einem vertretbaren Bereich liegt.

In einem der erfundenen Telefonate hatte beispielsweise der Gesprächspartner "Herrn Mayer-Vollstotter geraten, seinen Korn nicht in die Finte zu werfen". Trinkgeräusche, das Einschenken eines Glases und das Umfallen einer Flasche möchte Mayer-Vorfelder ebenfalls untersagt wissen.

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