sonstige Sportarten
Schalke scheitert kläglich

Ausgerechnet im 50. Jubiläumsspiel hat sich der FC Schalke 04 mit einer kläglichen Vorstellung aus dem Uefa-Cup verabschiedet. Der Bundesliga-Zweite verspielte mit einer 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen Schachtjor Donezk den Einzug ins Achtelfinale.

dpa GELSENKIRCHEN. Ausgerechnet im 50. Jubiläumsspiel hat sich der FC Schalke 04 mit einer kläglichen Vorstellung aus dem Uefa-Cup verabschiedet. Der Bundesliga-Zweite verspielte mit einer 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen Schachtjor Donezk den Einzug ins Achtelfinale.

Die durch den Treffer des Nigerianers Julius Aghahowa (22.) besiegelte Niederlage war völlig verdient. Denn wie schon beim 1:1 im Hinspiel war der ukrainische Spitzenclub die bessere Mannschaft. Schalke produzierte hingegen vor 51 179 Zuschauern Fehler über Fehler und muss sich nun in Meisterschaft und DFB-Pokal seine Chancen suchen.

"In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht auf dem Platz", analysierte Jung-Stürmer Mike Hanke schonungslos und treffend. Das Urteil von Trainer Ralf Rangnick fiel wesentlich milder aus. "Wir hatten in den ersten 20 Minuten Probleme, ins Spiel zu finden. Danach hat sich die Mannschaft gesteigert und in der zweiten Halbzeit alles riskiert", befand der Coach. Man habe "von Anfang an gewusst, dass wir gegen einen starken Gegner spielen."

Dabei fanden seine Schützlinge von Beginn an nicht zu ihrem Spiel, und Torhüter Frank Rost hatte wie im Hinspiel alle Hände voll zu tun, um die Fehler seiner Vorderleute auszubügeln. Vor allem die rechte Abwehrseite, in der Bordon schmerzlich vermisst wurde, entpuppte sich mit Oude Kamphuis und Dario Rodriguez als Achillesferse. Weder der Niederländer noch der Uruguayer konnten mit den schnellen Donezk-Spitzen Brandao und Aghahowa Schritt halten.

Zunächst verhinderte Rost noch den Rückstand gegen Aghahowa (15.) und Brandao (18.) den Rückstand, vier Minuten später aber war auch der Keeper geschlagen. Nach einem Ballverlust von Gerald Asamoah im Mittelfeld landete der Ball bei Aghahowa, der sich mühelos gegen Rodriguez durchsetzte und Rost mit einem Linksschuss überwand.

Eine Antwort der Schalker auf den Rückschlag blieb aus. Dem Bundesliga-Zweiten gelang es lange nicht, Druck aufzubauen und sich Chancen zu erarbeiten. Mit ungewöhnlich vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau machten sich die Königsblauen stattdessen das Leben selbst schwer. Auch die Rückkehr des brasilianischen Spielmachers Lincoln erhöhte nicht den spielerischen Zusammenhalt.

Die einzig nennenswerte Chance der ersten Halbzeit war ein 25-Meter-Freistoß von Lincoln, den der tschechische Torhüter Jan Lastuvka mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Dennoch reagierte Rangnick zur Pause nicht, und auch am Spielverlauf änderte sich in der zweiten Halbzeit nicht viel.

Schalke war zwar etwas engagierter, aber weiterhin ungefährlich und bot haarsträubende Abspielfehler. In der 59. Minute verhinderte Rost reaktionsschnell gegen den allein auf ihn zulaufenden Anatoli Timoschtschuk das 0:2, eine Minute später parierte er auch einen Schuss von Joao Batista. Mit den Einwechslungen von Mike Hanke und Hamit Altintop gab Rangnick 20 Minuten vor Schluss das Signal zur Schlussoffensive, die aber blieb erfolglos. Zwar kam der bis dato abgemeldete Brasilianer Ailton in der 72. und 75. Minute in eine gute Schussposition, zielte aber beide Male am Tor vorbei. In der 86. Minute parierte Lastuvka einen Schuss von Rodriguez.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%