Schalke tritt bei Schachtjor Donezk an: Uefa-Cup geht in nächste Runde

Schalke tritt bei Schachtjor Donezk an
Uefa-Cup geht in nächste Runde

Schachtjor Donezk, das klingt nach Bergbau, langem Winter und fußballerischer Tristesse am Rande Sibiriens. Auch der Hinweis, dass Donezk in der Ukraine liegt, amtierender Fußball-Meister ist und derzeit zwei Grad über Null hat, hilft da wenig. Osteuropäische Vereine haben im Westen ein echtes Imageproblem, sind aber brandgefährlich. Das bekam im Dezember - damals noch in der Champions League - der FC Barcelona zu spüren, der in Donezk 0:2 unterlag. Im Uefa-Cup-Hinspiel läuft am Mittwoch (18.15 Uhr/ZDF) Schalke 04 bei Schachtjor auf.

law FRANKFURT. Die Gastgeber haben mit ihrem Namen (Schachtjor = Bergarbeiter) nicht mehr viel gemein. Seit Stahl-Milliardär Rinat Achmetow Präsident ist, fließen die Millionen nur so. Allein sechs Brasilianer stehen bei Donezk unter Vertrag. Den aktuellen Neuzugang Elano ließ sich Achmetow sieben Millionen Euro kosten. Angeblich war auch Real Madrid an Elano dran. Mit dieser Star-truppe soll Trainer Mircea Lucescu, der im vergangenen Mai Bernd Schuster ablöste, mittelfristig dem Erzrivalen Dynamo Kiew in der Ukraine den Rang ablaufen.

Während Donezks Brasilianer die Fußballstiefel schnüren, muss Schalke auf zwei seiner drei Südamerikaner verzichten: Abwehrchef Marcelo Bordon und Spielmacher Lincoln fallen aus. Bleibt Ailton, auf den Trainer Ralf Rangnick setzt. Denn: "Wichtig wäre, wenn wir ein Tor schießen."

Stuttgart Favorit gegen Parma

Wie sich die Zeiten ändern. Als der VfB Stuttgart 1989 zum letzten Mal gegen einen Vertreter der Serie A auflief, waren die Schwaben Außenseiter. Tatsächlich setzten sich Maradona und der SSC Neapel in zwei Finalspielen durch (2:1, 3:3)und holten den Uefa-Cup. 16 Jahre später haben sich die Vorzeichen verändert. Heute ist die Mannschaft von Matthias Sammer Favorit im Uefa-Cup-Gastspiel beim AC Parma (20.30 Uhr/ZDF).

Daran ändert auch der Ausfall von Kevin Kuranyi (Adduktoren) und Andreas Hinkel (Grippe) nichts. Parma, Uefa-Cup-Sieger 1995 und 1999, ist derzeit nur Drittletzter in der italienischen Liga. Gleichwohl strotzt Parmas Supertalent und Torjäger Alberto Gilardino vor Selbstbewusstsein: "Stuttgart sollte sich nicht zu sicher fühlen. Dass wir mit diesem Kader so tief unten drin stehen, ist ein Witz." Hoffentlich kann Matthias Sammer nach dem Spiel noch darüber lachen.

Quelle: NEWS

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