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Scharapowa: "Mir ist der Sprit ausgegangen"

In der neuen Weltrangliste wird Maria Scharapowa zum zweiten Mal als Nummer eins geführt - trotz des verlorenen Halbfinales gegen Kim Clijsters bei den US Open. Der russische Superstar gibt sich selbstkritisch.

Der Körper ist Maria Scharapowas größtes Kapital. 1,85 Meter groß, schlank, endlose Beine, dazu die langen, blonden Haare - Model-Material. Natürlich hat das Aussehen der 18 Jahre alten Russin dazu beigetragen, dass sie in nur etwas mehr als einem Jahr seit ihrem Wimbledonsieg 2004 zur Werbekönigin der Tennisszene aufstieg. Doch als es im Sport darauf ankam hat ihr Körper sie am Samstag im Stich gelassen. Im Halbfinale der US-Open in New York im Halbfinale scheiterte sie an Kim Clijsters - und wird dennoch am Montag wieder die Nummer eins der Weltrangliste sein.

"Mir ist der Sprit ausgegangen"

"Mir ist im dritten Satz einfach der Sprit ausgegangen", sagte die Russin nach der 2:6, 7:6 (7:4), 3:6-Niederlage gegen die Belgierin, "ich muss mich körperlich verbessern, aber das geht nicht über Nacht. Ich bin erst 18, wachse noch und muss mich auf meinen Körper noch einstellen." Vor allem im zweiten Satz hat sie gezeigt, warum sie auch sportlich so weit oben steht, als sie fünf Matchbälle grandios und mit vollem Risiko abwehrte. "Spielerisch muss ich nicht mehr viel verbessern", sagte Scharapowa, "es fehlt mir aber an der Physis."

Endspiel zwischen Clijsters und Mary Pierce

So muss sie sich das Endspiel zwischen Clijsters und Mary Pierce im Fernsehen anschauen statt selbst den erhofften zweiten Grand-Slam-Triumph nach den All England Championships einzufahren. Dabei war das Feld im "Big Appple" zum nächsten großen Schritt auf dem amerikanischen Markt eindeutig bereitet. 2 600 Werbeplakate hängen überall in der Stadt. Und wer es in New York schafft, der schafft es schließlich überall.

Die Prominenz sucht ihren Glanz

Die Reichen und Schönen suchen schon ihren blonden Glanz. Am Montag wird sich Maria Scharapowa in der New Yorker Modewoche die Show des Designers Marc Jacobs anschauen. Sie hat bereits ein eigenes Parfüm, wirbt unter anderem für ein Mobilfunk-Untermnehmen, Armbanduhren, Erfrischungsgetränke und Zahncreme und hat wie Roger Federer beim gemeinsamen Ausrüster eine eigene Linie. Die jährlichen Einahmen aus der Werbung toppen längst das Preisgeld. Rund 1,5 Mill. Dollar hat sie bislang 2005 mit dem Schläger verdient, über vier Mill. insgesamt.

Kein Grund, mich dafür zu schämen

Trotz der Niederlage gegen Clijsters löst sie am Montag wieder Lindsay Davenport als Weltranglisten-Erste ab, die eine Runde früher ausgeschieden war. "Ich habe keinen Grund, mich dafür zu schämen", beteuerte sie: "Mit 18 Nummer eins zu sein, ist eine großartige Leistung." Bereits am 22. August stand sie für eine Woche ganz oben. Satt ist sie aber noch nicht. "Ich werde auf den Trainingsplatz gehen und ins Studio und noch härter arbeiten um mich zu verbessern", kündigte sie an: "Und wenn es so weit ist, dann werde ich auch weitere Grand Slams gewinnen."

© SID

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