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Schießen Schießen: Deutsche Schützen wieder an WM-Medaille vorbei

Bei der WM in München haben die deutschen Schützen erneut eine Medaille verpasst. Als bester Deutscher landete Maik Eckhardt auf Platz 14, Daniel Brodmeier erreichte Rang 15.

Maik Eckhardt landete bei der WM in München auf Rang 14. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID
Maik Eckhardt landete bei der WM in München auf Rang 14. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID

Nach der Pleite in der Königsdisziplin gab es für die medaillenlosen deutschen Schützen bei der Heim-WM in München einen Rüffel von ganz oben. "Das ist nicht zufriedenstellend. Alle haben sich mehr ausgerechnet", sagte Ulf Tippelt dem SID mit Blick auf die enttäuschende Halbzeit-Bilanz ohne Edelmetall nach acht von 15 olympischen Entscheidungen.

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Der Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) vermisste bei seinem Finalbesuch beim Dreistellungskampf einmal mehr die Gastgeber. Routinier Maik Eckhardt (Dortmund) hatte den Kampf um Edelmetall als 14. genauso um drei Ringe verpasst wie der auf Position 15 eingekommene Daniel Brodmeier (Niederlauterbach). Julian Justus (Homberg/Ohm) komplettierte das immerhin mannschaftlich gute Ergebnis auf Platz 20. Gold gewann der Ungar Peter Sidi.

Zu viele Feierabend-Schützen im Team

Schützen-Sportdirektor Heiner Gabelmann versuchte den Dosb-Besuchern, das schwache Ergebnis zu erklären: "Sie sehen wie jeder, dass bei einer toll organisierten WM die deutschen Medaillen fehlen. Natürlich ist da Enttäuschung da." Das vorher ausgegebene deutsche Ziel von vier Medaillen in den olympischen Entscheidungen, werde nun "schwierig zu erreichen sein".

Als Ausrede für die Medaillenpleite nannte Gabelmann den Umbruch in der Mannschaft: "Die jungen Leute sind noch nicht so weit und die Alten haben ihren Zenit schon überschritten." Vielleicht liegen die Gründe aber auch darin, dass es in der Mannschaft zu viele Feierabend-Schützen gibt.

Hoffnung auf einen goldenen Freitag

Der 40 Jahre alte Unternehmer Eckhardt verabschiedete sich nach dem Wettkampf "mit viel Ärger" zu einem Zelt vor der Halle, in dem er nebenbei Schießsport-Ausrüstung verkauft. Auch der 22 Jahre alte Laborelektroniker Brodmeier packte seine Sachen ganz schnell zusammen: "Jetzt gehts heim und morgen früh um sechs wieder auf die Arbeit."

Es bleibt den medaillenlosen Deutschen somit nur die Hoffnung auf einen goldenen Freitag. Dann treten in Sonja Pfeilschifter im Dreistellungskampf und dem dreimaligen Olympiasieger Ralf Schumann mit der Schnellfeuerpistole die heißesten Goldanwärter an. "Da muss es einfach funktionieren", sagt Gabelmann. Ansonsten drohen schwierige Gespräche mit dem Geldgeber Dosb. Tippelt: "Natürlich gibt es danach eine Auswertung. Aber die WM ist ja noch nicht zu Ende."

© SID

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