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Schießen Schießen: Sportschützen warten weiter auf Medaille

Die deutschen Sportschützen gehen bei der WM in München auch im 60-Schuss-Liegendkampf leer aus. Daniel Brodmeier (17.) verpasste als bester Deutscher den Endkampf der besten Acht.

Noch kein Edelmetall für die deutschen Schützen. Foto: SID Images/AFP Quelle: SID
Noch kein Edelmetall für die deutschen Schützen. Foto: SID Images/AFP Quelle: SID

Er hatte Sonderurlaub bekommen, doch auch Daniel Brodmeier hat bei der Heim-WM in München nicht die erste olympische Medaille für die deutschen Sportschützen abgeschossen. Der 22-Jährige landete im 60-Schuss-Liegendkampf auf Platz 17. Damit stehen die Gastgeber, die mindestens viermal Edelmetall holen wollen, auch nach fünf von 15 olympischen Entscheidungen mit leeren Händen da.

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"Ich bin halt kein Profi, ich bin Amateur. Und außerdem fehlt mir noch die Erfahrung", kommentierte Frühaufsteher Brodmeier, der schon vor 9.00 Uhr seinen Wettkampf beendet hatte. Der Laborelektroniker hatte von seinem Arbeitgeber frei bekommen, den Verdienstausfall zahlte die Sporthilfe. Am Ende gewann mit Sergej Martinow (Weißrussland) ein echter Schieß-Profi mit 703,9 Ringen den Titel.

Feierabend-Schütze Brodmeier hatte im Vorkampf 596 Ringe getroffen, damit fehlten ihm genau wie Julian Justus (Homberg/Ohm), der 26. wurde, zwei Ringe für den Einzug ins Finale der besten Acht. Henri Junghänel (Breuberg) belegte mit 595 Ringen Rang 31. Als "Klassevorstellung für diese ganz junge Mannschaft" bezeichnete das Bundestrainer Claus-Dieter Roth: "Und mit jeder Erfahrung werden sie schlauer." Bei den Junioren gab es in dieser Disziplin schon diesmal WM-Silber im Team und Einzel-Bronze für Sebastian Drawert.

Sportdirektor Gabelmann hält an Zielsetzung fest

Sportdirektor Heiner Gabelmann hatte in dieser Disziplin bestenfalls auf einen "Medaillen-Zufallstreffer" gehofft. Doch am Ende konnte er nur mit der Schießleistung, nicht aber mit den Platzierungen zufrieden sein. Der Mann, der mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) mindestens vier olympische Medaillen als Zielvorgabe für die WM ausgehandelt hatte, beschwört nach dem missglückten Auftakt trotzdem die Ruhe im Team. "Ich halte an unserem Ziel von viermal Edelmetall fest. Die Medaillen kommen noch."

Er denkt dabei vor allem an den Freitag, wo mit Sonja Pfeilschifter im Dreistellungskampf und dem dreimaligen Olympiasieger Ralf Schumann mit der Schnellfeuerpistole die heißesten Goldanwärter antreten. Daniel Brodmeier hofft dagegen schon auf den Mittwoch, an dem er im Dreistellungskampf einen erneuten Angriff auf die Profis aus aller Welt starten will: "Die jungen Wilden kommen." Er hat auch für diesen Wettbewerb Sonderurlaub bekommen.

© SID

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