Schlechte Erinnerungen an 1999
Neues Selbstvertrauen für den Showdown

Ihr letztes Spiel bei der Eishockey-WM ist für das deutsche Team zugleich ein echtes Endspiel. Gegen die Dänen muss mindestens ein Punkt her, um die Klasse zu halten. Bundestrainer Greg Poss schwant Böses.

mr/HB INNSBRUCK. Im Jahr 1976 feierte die Eishockey-Nationalmannschaft in der Olympiahalle von Innsbruck einen großen Triumph. Das Team um Lorenz Funk gewann bei den Olympischen Winterspielen die Bronzemedaille. 29 Jahre später freute sich am Montag ein deutsches Nationalteam an gleicher Stätte über einen Erfolg. Natürlich war er von seiner Dimension her bei weitem nicht mit dem von 1976 zu vergleichen, auch nicht vom Ambiente her. Nur rund 2 000 Zuschauer verloren sich um die Mittagszeit in der renovierten Arena. Doch trotz der Tristesse auf den Rängen beim Mittagsprogramm der Eishockey-Weltmeisterschaft: Bedeutsam war der deutsche Sieg gegen Slowenien im zweiten Spiel der Relegationsrunde bei der WM in Österreich in jedem Fall. Es war ein Sieg für das Überleben in der A-Gruppe und dann noch einer, der mit 9:1 (3:0, 5:0, 1:1) überraschend deutlich ausfiel. Nun reicht der Mannschaft von Bundestrainer Greg Poss in ihrem letzten Turnierspiel heute Mittag (12.15 Uhr im Live-Ticker von Handelsblatt.com) gegen Dänemark ein Unentschieden, um den Abstieg zu vermeiden.

Mit den Dänen allerdings haben die Deutschen auch schon schlechte Erfahrungen gemacht: 1999 bei der B-WM. Auch damals hätte dem DEB-Team ein Remis genügt, um wieder aufzusteigen, letztlich gab es 1:6. Nach dem ersten wirklich überzeugenden Auftritt bei diesem Turnier gegen die Slowenen wirkte Poss zwar zuversichtlich, doch ihm schwant: "Das wird ein ganz enges Spiel."

"Das Wichtigste ist, daß wir jetzt mental und körperlich gut vorbereitet gegen Dänemark antreten können", sagte Poss nach dem Scheibenschießen gegen die Slowenen erleichtert - und hofft auf einen Schub für den Showdown gegen die Skandinavier. "Wir müssen das Selbstvertrauen in die nächste Partie mitnehmen." Und Kapitän Jan Benda fügte an, er habe "viel Positives gesehen. Endlich haben wir Tore geschossen".

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