Schlechtes Rennen in Malaysia war "wie ein Schuss vor den Bug"
Schumacher meldet sich im neuen Auto zurück

Michael Schumacher weiß, Ferrari ist für den Großen Preis von Bahrain «in einer guten Position». Der Formel-1-Weltmeister musste sich in der ersten Qualfikation nur zwei Fahrern beugen.

HB BERLIN. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat sich im neuen Ferrari 2005 zurückgemeldet und vor dem Großen Preis von Bahrain am Sonntag (13.30 Uhr) eine gute Ausgangsposition verschafft. Der 36 Jahre alte Titelverteidiger musste sich am Samstag in der ersten Qualifikation lediglich WM-Spitzenreiter Fernando Alonso aus Spanien im Renault und Toyota-Pilot Jarno Trulli aus Italien geschlagen geben.

Starker Vierter wurde in der heißen Vorentscheidung bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius auf dem Wüsten-Kurs in Sakhir der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Williams. «Wir haben in Malaysia unseren Weckruf bekommen», sagte Schumacher nach dem Qualifikationsrennen. «Es war wie ein Schuss vor den Bug. Seither leistet jeder große Bemühungen. Das hat sich heute ausgezahlt. Wir sind in einer guten Position und können uns in der Rennperformance mit der Konkurrenz vergleichen.»

Wünschenswert wäre laut Schumacher ein Platz unter den ersten Dreien. Seine eigene Leistung muss er allerdings auch in der zweiten Qualifikation am Sonntagmorgen noch einmal bestätigen. Die beiden Zeiten werden dann für die Startaufstellung addiert.

Nach der ersten entscheidenden Runde auf dem 5,417 Kilometer langen Kurs in Sakhir hatte Schumacher in 1:30,237 Minuten einen Rückstand von 0,389 Sekunden auf Alonso. Der Spanier, der es bislang vier Mal auf die Poleposition schaffte, war nach seinem Sieg vor zwei Wochen in Malaysia gemäß dem neuen Reglement als Letzter auf die Strecke gegangen und konnte Schumacher so noch abfangen.

Der Malaysia-Zweite Trulli schob sich ebenfalls noch vor den siebenmaligen Weltmeister und hatte einen Rückstand von 0,145 Sekunden auf Alonso. «Ich habe keine Probleme mit dem Auto, alles läuft absolut okay», sagte der spanische Spitzenreiter. «Ich werde morgen früh allerdings noch mehr aus dem Auto rausholen müssen, um den Vorsprung zu verteidigen», so Alonso.

Trulli freute sich derweil über einen «großartigen Job» von Toyota: «Es sieht so aus, dass wir alles richtig gemacht haben.» Ganz so glücklich konnte Trullis Teamkollege Ralf Schumacher nicht sein. Der 29-Jährige kam nicht über den enttäuschenden elften Rang mit einem Rückstand von 1,104 Sekunden hinaus. Die beiden McLaren - Mercedes-Fahrer Kimi Räikkönen (Finnland) und Juan-Pablo Montoya- Ersatz Pedro de la Rosa (Spanien) mussten sich mit den Plätzen sieben und neun begnügen.

Rubens Barrichello, dessen neuer Ferrari am Vortag einen Getriebeschaden erlitten hatte, kam nach einem Fahrfehler nur auf den 15. Rang. Nach der Qualifikation wurde ein neues, eigens eingeflogenes Getriebe in den Wagen des Brasilianers eingebaut.

Von derlei Malaisen blieb Schumacher bei der notgedrungen vorgezogenen, ersten echten Bewährungsprobe des F2005 verschont. Vor zwei Wochen in Malaysia hatte er als Siebter die ersten zwei WM-Pünktchen eingefahren

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Zufrieden, aber nicht überschwänglich reagierte Heidfeld auf seine ebenfalls vielversprechende Ausgangsposition, nachdem der 27-Jährige in Sepang bereits als Dritter aufs Podest gefahren war. «Die Runde war ganz gut. Der vierte Platz ist nicht schlecht», sagte Heidfeld er. «Wir sollten im Rennen ziemlich stark sein.»

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