Schlüssel zum Erfolg war die Defensive
Kanadier zeigen sich als schlechte Verlierer

Ganz Tschechien steht nach dem Gewinn des elften WM-Titels seiner Eishockey-Cracks um Superstar Jaromir Jagr Kopf. Die Kanadier hingegen waren nach der Niederlage zutiefst frustriert und hatten ihre Nerven nicht mehr im Griff.

HB WIEN. Kurz vor der Schlusssirene, nachdem die Tschechen durch einen Schuss auf das von Torwart Martin Brodeur verlassene Tor das 3:0 erzielt hatten, kochten die Emotionen der Kanadier über. Kapitän Ryan Symth schlug vor dem tschechischen Tor einem Verteidiger mehrmals mit dem Stock vor das Schienbein und löste zettelte damit noch eine handfeste Schlägerei an: Die Situation eskalierte und mehrere Spieler bekamen sich in die Haare. Es dauerte einige Minuten, bis die Schiedsrichter die Gemüter wieder beruhigen konnten.

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Die Eishockey-WM 2005


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Während bei den Ahornblättern nach dem Schlusspfiff dann Wunden lecken angesagt war, fielen die neuen Weltmeister in einen wahren Freudentaumel: Tschechiens Eishockey-Superstar Jaromir Jagr küsste zärtlich seine Goldmedaille und fiel dann seinen Mannschaftskameraden erleichtert in die Arme. Mit dem fünften Weltmeistertitel für Tschechien, aber dem ersten für ihn selbst, erfüllte sich der 33- Jährige zwölf Monate nach der WM-Enttäuschung im heimischen Prag einen Traum.

Trainer Vladimir Ruzicka schüttelte derweil immer wieder ungläubig den Kopf und erinnerte an Vorgänger Ivan Hlinka, der im Vorjahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. An Hlinka erinnerte ein Foto in der Kabine. "Wenn Ivan aus dem Himmel zuschaut, freut er sich bestimmt", sagte Ruzicka, der wie einst als Spieler nun als Trainer bei seiner ersten WM gleich den Titel gewann. Allerdings will Ruzicka künftig wieder nur noch seinen Club Slavia Prag betreuen.

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