„Schön spielen wir bei WM“
Alles andere als Samba-Fußball

Weltmeister Brasilien mogelt sich weiter mit Durchschnittsleistungen durch die WM-Qualifikation und bejubelt selbst ein mageres Pünktchen in Uruguay. Argentinien hat dagegen sein WM-Ticket schon so gut wie gelöst.

HB RIO DE JANEIRO. Von spektakulärem Samba-Fußball ist der Weltmeister derzeit weit entfernt. Mit einer erneut schwachen Vorstellung erkämpfte die "Selecao" am Mittwoch in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 ein 1:1 in Montevideo gegen Uruguay. "Dieses Pünktchen muss bejubelt werden", sagte Nationalcoach Carlos Alberto Parreira, der seiner Mannschaft trotz eines wahren Fehlpassfestivals ein "ganz gutes Spiel" bescheinigte.

"Schön spielen wir erst bei der WM", erklärten unisono viele brasilianische Stars. In den letzten vier Begegnungen der WM-Ausscheidung schossen die müden Weltmeister nur ganze zwei Tore. Wenn es nach ihnen ginge, würden die Ronaldo, Ronaldinho, Kaka oder Robinho gar nicht erst beim Confederations-Cup im Juni in Deutschland antreten. Meldungen, wonach der seit Wochen übergewichtig wirkende Real-Star Ronaldo vom Turnier freigestellt worden sei, dementierte der brasilianische Verband CBF.

Derweil eilt Erzrivale Argentinien den Brasilianern davon. Mit dem 1:0 in Buenos Aires über Kolumbien haben die "Gauchos" am Mittwoch die Tickets zur Endrunde in Deutschland praktisch schon gelöst. "Langsam, langsam, mathematisch ist noch alles drin, wir können auch noch viel besser spielen", wehrte Coach José Pekerman voreilige Glückwünsche ab. Doch nach 13 von 18 Spieltagen führen seine Blau- Weißen die Tabelle mit 28 Punkten souverän vor Brasilien (24) an.

Auf den Plätzen drei und vier folgen die Kicker aus Ecuador, die ein 2:2 in Lima gegen Peru holten, sowie Paraguay, das Chile in Asunción 2:1 schlug. Den fünften Platz, der zu einem Relegationsspiel gegen ein Team aus Ozeanien berechtigt, nimmt Uruguay ein.

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