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Schrempf soll DBB-Trainerstab verstärken

Wenn es nach Nationalmannschafts-Trainer Dirk Bauermann geht, soll sich Detlef Schrempf in Zukunft um den deutschen Basketball-Nachwuchs kümmern: "Ein Mann mit seiner Erfahrung und seinem Wissen kann enorm helfen."

Der deutsche Basketball-Nachwuchs braucht prominente Hilfe. So sieht es zumindest Basketball-Nationaltrainer Dirk Bauermann und fordert prominente Verstärkung für seinen Betreuerstab. Der 47 Jahre alte Erfolgscoach, der mit der Nationalmannschaft bei der EM in Serbien und Montenegro am Sonntag Silber gewann, will in Detlef Schrempf den nach Dirk Nowitzki besten deutschen Basketballer aller Zeiten in sein Team aufnehmen.

"Ich werde Detlef anrufen und fragen, ob er sich vorstellen kann, mit in unsere Jugendarbeit eingebunden zu werden", sagte Bauermann der Sport-Bild. "Ein Mann mit seiner Erfahrung und seinem Wissen kann enorm helfen, junge deutsche Basketballer weiterzuentwickeln. Außerdem hat er immer noch eine große Strahlkraft."

Der heute 42 Jahre alte Schrempf spielte in der NBA mit großem Erfolg für die Seattle Supersonics und wurde insgesamt dreimal ins All-Star-Team berufen (1993, 95, 97).

Ganz nebenbei will Bauermann auch um Schrempfs 15 Jahre alten Sohn Alexander buhlen. "Der soll ein Super-Basketballer sein, noch viel athletischer als sein Vater", sagte Bauermann. "Da müssen wir ran. Er muss für Deutschland spielen und nicht für die USA."

DBB gibt Bauermann "im Kern" Recht

Beim Deutschen Basketball Bund (DBB) zeigt man sich der Personalie Schrempf gegenüber aufgeschlossen: "Wir begrüßen es, wenn Detlev Schrempf die Verbandsarbeit unterstützt. Schließlich war er der erste deutsche NBA-Profi, der für die Nationalmannschaft gespielt hat", sagte Roland Geggus dem sid. Der Verbands-Boss sorgt sich ebenfalls um den Nachwuchs: "Im Kern hat Dirk Bauermann Recht, auch wenn wir etwas gelassener auf das Thema reagieren."

Den Vorstoß von Bauermann hält Geggus keineswegs für einen Alleingang. "Nein, wir haben das Thema bereits während der EM erörtert. Deshalb finde ich nicht, dass er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat." Nach dem erfolgreichen Anschneiden bei der EM und dem Hoch in der Publikumsgunst sei "der Moment günstig", über Verstärkungen im Trainerstab nachzudenken. "Wie das zu finanzieren ist, muss dann überlegt werden", meint Geggus.

Zum Gesprächskreis bei der EM gehörte auch Holger Geschwindner, Entdecker und Förderer von Ausnahmekönner Nowitzki. Der 59-Jährige sieht ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. "Wir können nicht nur mit Dinosauriern zu den Olympischen Spielen 2008 fahren, sondern brauchen frisches Blut."

Talentsuche muss besser funktionieren

Generell forderte Bauermann mehr Engagement: "Basketball ist so ein geiler Sport, das müssen wir den Jugendlichen vermitteln. Die Verbände und Vereine müssen in die Schulen - dritte, vierte, spätestens fünfte Klasse - und dort die Talente finden, bevor sie uns die Handballer und Volleyballer wegnehmen. Wir brauchen ein professionelles Talent-Scouting."

© SID

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