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Schüttler nach Sieg gegen Starace nun gegen Haas

Tennis-Profi Rainer Schüttler hat bei den US Open durch einen 6:1, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4)-Sieg gegen den Italiener Potito Starace die zweite Runde erreicht. Dort trifft der Korbacher nun auf seinen Freund Tommy Haas.

Bei den US Open ist Rainer Schüttler in die zweite Runde eingezogen und bekommt es dort nun mit seinem Freund Tommy Haas zu tun. In seinem Auftaktmatch beim vierten Grand-Slam-Turnier des Jahres bezwang der Korbacher den Italiener Potito Starace mit 6:1, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4) und überstand damit erstmals wieder seit den Australian Open im Januar die erste Runde bei einem der vier bedeutendsten Tennisturniere. "Die Luftfeuchtigkeit und Hitze waren brutal. Ich habe gut angefangen, aber Mitte des zweiten Satzes war ich platt", gestand Schüttler und meinte zum anstehenden Spiel gegen Haas: "Das Spiel gegen Tommy ist ein Prestige-Duell. Er ist haushoher Favorit."

Schüttler musste sich im Tiebreak wegen Krämpfen in der Wade behandeln lassen und war am Ende der Partie bei großer Hitze und drückender Schwüle völlig erschöpft. Seit drei Tagen leidet der Korbacher an einer Erkältung. Sein Daviscup-Kumpel Haas hatte sich bereits am Montag als einziger Deutscher für die zweite Runde qualifiziert.

Duell zwischen Phau und Popp

Am Dienstag stehen auch noch Nicolas Kiefer gegen Jiri Vanek (Tschechien), sowie in einem deutschen Duell Björn Phau (München) und Alexander Popp (Mannheim) auf dem Platz. Lars Burgsmüller (Mülheim) bestreitet seine Erstrundenpartie gegen den Amerikaner Taylor Dent erst am Mittwoch.

Titelverteidiger Roger Federer zog wie erwartet im Expresstempo in die zweite Runde ein. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz fertigte den Tschechen Ivo Minar glatt mit 6:1, 6:1, 6:1 ab. Überraschend ausgeschieden ist dagegen der an zwölf gesetzte Brite Tim Henman, der dem Spanier Fernando Verdasco mit 4:6, 2:6, 2:6 unterlag.

Schüttler mit starken Krämpfen im linken Bein

Auf Nebenplatz 15 schien sich bei schwül-warmer Witterung im vierten Satz bereits wieder ein Drama für Schüttler anzudeuten, der in den ersten beiden Sätzen sehr konzentriert gespielt hatte und auch den verlorenen dritten Durchgang abgehakt zu haben schien. Schüttler führte bereits 3:0 und 4:1, doch plötzlich bewegte er sich nicht mehr so gut, seine Schläge wurden ungenauer. Er kassierte das 4:4, konnte bei 5:4 zwei Matchbälle nicht nutzen und musste in den Tiebreak. Bei 2:1 für den Italiener musste sich der Deutsche minutenlang wegen starker Krämpfe im linken Bein behandeln lassen.

"Einen fünften Satz hätte er nicht durchgestanden", sagte Coach Dirk Hordorff. Nach der Behandlung aber konnte sich der 29-Jährige noch einmal zusammenreißen und den Tiebreak für sich entscheiden. Am Ende war er so erschöpft, dass es nicht einmal zum Jubel reichte. Schüttler war einfach nur fertig. "Seit Freitag hat er Hals- und Gliederschmerzen", sagt Hordorff, "am Montag hätte er nicht spielen können."

Drei Wochen lang nur trainiert

Dabei reiste er gut vorbereitet bereits am Dienstag vergangener Woche in New York an und fühlte sich bestens. Seit seinem Ausscheiden bei einem Challengerturnier in Sevilla gegen den Stuttgarter Michael Berrer hatte er kein Turniermatch mehr bestritten und drei Wochen lang nur trainiert. "Es war ein gutes Gefühl, ohne Turnierstress arbeiten zu können", sagte er.

Schüttler begann das Match sehr konzentriert und beherrschte den Italiener, gegen den er in diesem Jahr bereits zweimal knapp gewinnen konnte, zunächst auch sicher. Bis der Körper sich bemerkbar machte - doch diesmal blieb Rainer Schüttler ein Schicksal wie im Vorjahr erspart, als er das Erstrundenmatch gegen den Italiener Andrea Seppi trotz einer 2:0-Satzführung noch verlor.

© SID

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