Schüttler und Kiefer könne alles klar machen
Haas und Kiefer bringen Deutschland auf Kurs

Thomas Haas hat der deutschen Davis-Cup-Mannschaft gegen Südafrika eine 2:0-Führung beschert. Routinier Wayne Ferreira zeigte allerdings nur im dritten Satz echte Gegenwehr.

HB BERLIN. Nicolas Kiefer, der einen nahezu aussichtslosen 0:2-Satzrückstand gegen Wesley Moodie wettmachte, und ein souveränen Auftritt von Leitwolf Thomas Haas haben das deutsche Davis-Cup-Team mit einem 2:0-Vorsprung verlockend nah an den schnellen Pflichtsieg in Südafrika herangebracht: «Wir haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Das wollen wir uns nicht mehr aus der Hand nehmen lassen», sagte Teamchef Patrik Kühnen, der zunächst wie das Häuflein deutscher Fans beim 4:6, 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), 6:3, 6:2-Erfolg Kiefers gegen den starken Moodie einer großen Nervenanspannung ausgesetzt war.

Umso entspannter konnte der Bankchef anschließend in der mit 700 Zuschauern fast verwaisten Ellis Park-Arena den glatten 6:3, 6:0, 7:6 (7:3)-Durchmarsch von Haas gegen den reaktivierten Ruheständler Wayne Ferreira verfolgen, der nach fünf Monaten «Pensionärszeit» zwar an Gewicht zugenommen, aber merklich an Klasse verloren hatte. «Das war genau der Start, den wir uns erhofft hatten», sagte die Nummer 1 Haas später, der die Steilvorlage von Fighter Kiefer perfekt verwertete, «aber wir dürfen jetzt trotzdem nicht leichtsinnig werden. Es gilt weiterhin, hellwach zu sein.»

Am Samstag kann das deutsche Olympia-Doppel von Athen, Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer, den ersten wichtigen Etappensieg auf dem Weg zurück in die Davis Cup-Weltgruppe perfekt machen - die Silbermedaillengewinner gehen mit kräftigem Rückenwind in das Duell mit Moodie und Jeff Coetzee: «Nach der 2:0-Führung packt man so eine Aufgabe ganz anders an», befand Kiefer.

Im Gegensatz zu Kiefer ließ Haas an seiner Entschlossenheit, das deutsche Team auf frühen Siegkurs zu führen, nie auch nur den Hauch eines Zweifels. Mit der Schlagwucht und dem Tempo des Deutschen, der in dieser Saison als einziger DTB-Spieler Weltklasseformat aufgewiesen hatte, konnte der 33 Jahre alte Veteran Ferreira nie wirklich mithalten - der Mann, den Südafrikas Kapitän Kevin Curren für den erkälteten Youngster Rik de Voest kurzfristig doch aufgeboten hatte.

Mit dem 5:3-Break im ersten Satz und der kurz danach besiegelten 1:0-Satzführung schmolzen rasch alle Hoffnungen Ferreiras auf einen Überraschungscoup. Nur nach dem 6:0-Kantersieg von Haas in Satz zwei erwachten noch einmal die Widerstrandsgeister von Ferreira, der einen Tiebreak im dritten Durchgang erzwang, das Tennisroulette dann aber 3:7 verlor. «Jetzt kann uns nur noch ein Wunder helfen», sagte Ferreira resigniert.

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