Schüttler und Waske erfolgreich
Deutsche Doppel-Siege in Wimbledon

Rainer Schüttler und Alexander Waske siegten nach einer Aufholjagd im Doppel gegen die Australier Wayne Arthurs und Paul Hanley. Auch Anna-Lena Grönefeld ist noch im Rennen. Alexander Popp muss heute im Einzel gegen Arthurs ran.

HB LONDON. Schüttler und Waske siegten nach einem 0:2-Satzrückstand noch 5:7, 5:7, 7:6 (7:5), 7:5, 7:5. gegen Arthurs und Hanley. Anna-Lena Grönefeld gewann an der Seite von Tennis-Legende Martina Navratilova 6:3, 6:3 gegen die Japanerinnen Rika Fujiwara und Saori Obata.

Nicolas Kiefer schaffte durch ein 6:3, 7:5, 6:3 gegen den Italiener Alessio di Mauro erstmals seit drei Jahren wieder den Sprung in die dritte Runde und muss nun am Freitag gegen Titelverteidiger Roger Federer antreten. "Das ist für dieses Jahr das absolute Highlight", sagte Kiefer. "Etwas Besseres kann mir gar nicht passieren."

So aussichtslos Kiefers Prüfung gegen Federer erscheinen mag, chancelos fühlt sich der Weltranglisten-26. nicht. "Ich weiß, dass Roger mein Spiel nicht liegt." Zwar steht es im direkten Vergleich 4:3 für den zweimaligen Wimbledonsieger aus der Schweiz. Doch Kiefer hat vor drei Jahren im westfälischen Halle bewiesen, dass er den Weltranglisten-Ersten auch auf Rasen schlagen kann. Allerdings hat sich der Eidgenosse im Jahr darauf im Finale von "Klein Wimbledon" bitter gerächt und seither vor allem auf Gras ein beeindruckendes Niveau erreicht. Davon konnte sich der Tscheche Ivo Minar überzeugen, der beim 4:6, 4:6, 1:6 unterlegener war, als es das Ergebnis aussagt.

"Auf Gras ist Kiefer nicht zu unterschätzen", sagte Federer, der das bislang letzte Treffen im März auf Hartplatz in Indian Wells im Viertelfinale glatt in zwei Sätzen gewonnen hat. "Er schlägt gut auf und kommt konsequent ans Netz." Federer hatte nicht einen Gedanken daran verschwendet, dass Kiefer gegen Nobody di Mauro verlieren könnte. Tatsächlich hatte der 27-jährige Italiener, der sein zweites Grand-Slam-Match bestritt und nur zwei seiner überhaupt erst acht Partien auf der ATP-Tour gewonnen hat, nur im zweiten Satz eine Minichance, die er trotz Breakvorsprungs aber nicht nutzen konnte.

Spielend leicht war Kiefer gleich mit 4:0 in Führung gegangen. Die Lehren aus dem Fünfsatz-Zitterspiel gegen Julien Benneteau hatte er offenbar gezogen. "Ich weiß auch nicht, warum ich ihn aus dem Würgegriff gelassen habe", meinte der Weltranglisten-26. im Rückblick auf die mühsam gemeisterte erste Hürde, die unter dem Eindruck der beiden Auftaktpleiten der Vorjahre gelitten hatte.

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