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Schüttler und Waske halten die deutsche Fahne hoch

Nach 40-stündiger Wartezeit haben sich Rainer Schüttler und Alexander Waske beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ins Achtelfinale gespielt. Das Duo feierte einen 6:4, 6:7, 6:7, 6:2, 7:5-Erfolg über Jan Hernych/Tomas Zib.

In nur zwölf Minuten haben Alexander Waske und Rainer Schüttler den Einzug ins Achtelfinale der 119. All England Championships klar gemacht. Nach dem Abbruch am Samstag wegen Dunkelheit beim Stande von 5:5 im fünften Satz und 40 Stunden Wartezeit setzte sich das deutsche Duo mit 6:4, 6:7 (1:7), 6:7 (2:7), 6:2, 7:5 gegen Jan Hernych und Tomas Zib (Tschechien) durch. Unmittelbar nach dem Erfolg hielten die beiden Tennisprofis als erstes ihre Pässe hoch. "Wir wollen nur beweisen, dass sehr wohl noch zwei Deutsche hier dabei sind", erklärten Waske und Schüttler mit einem breiten Grinsen.

"Jetzt ist alles gut"

Alexander Waske war besonders glücklich, denn eigentlich wollte er in dieser Woche beim Challenger in Forest Hills (New York) aufschlagen, wurde aber gestrichen, weil er wegen der Verzögerung in England nicht rechtzeitig anreisen konnte. "Wenn wir am Montag ausgeschieden wären, hätte ich gleich doppelt verloren", sagte der Frankfurter: "Jetzt ist aber alles gut."

In der nächsten Runde warten erneut zwei Tschechen, Cyril Suk und Pavel Vizner. "Ist doch klasse, wir können uns daran gewöhnen, Tschechen zu schlagen", sagte Waske mit Blick auf die Daviscup-Partie um den Aufstieg in die Weltgruppe im September in Liberec: "Wir müssen Routine darin kriegen."

Zum ersten Mal spielen Schüttler und Waske an der Church Road miteinander, Waske hat damit das gesamte deutsche Daviscupteam als Partner durch. Mit Haas sorgte er beim Gewinn des Arag World Team Cups in Düsseldorf für die entscheidenden Punkte, mit Nicolas Kiefer schlug er in Hamburg und Halle auf, mit Florian Mayer in München. Waske ist nach seinen jüngsten Erfolgen als Partner gefragt, und er genießt es: "Inzwischen habe ich die Auswahl, selbst so geile Typen wie der Rainer wollen mit mir spielen."

Für die US Open in New York hat er zwar eine Verabredung mit Haas, ist aber nicht sicher, ob die zustandekommt, weil der Kollege Tommy dort im Einzel nicht chancenlos ist. Voller Selbstvertrauen plante Waske deshalb einen ganz besonderen Coup. "Ich habe John Mcenroe gefragt, ob er mit mir spielt", erzählte der Frankfurter: "Leider wollte er nicht."

Espresso und intensives heiß spielen

Mit Schüttler klappt es aber auch gut. Mit intensivem Training eine Stunde vor Matchbeginn haben sie sich auf ihren Kurzeinsatz am Montag vorbereitet, sich heiß gespielt, um sofort wach zu sein. "Und einen doppelten Espresso getrunken", so Schüttler.

Der Korbacher ist für die soliden Returns und Schläge von der Grundlinie zuständig, Waske vollendet am Netz. "Es passt einfach gut, auch privat. Das ist wichtig", erklärt Waske. So waren sie am Wochenende gemeinsam im Queen-Musical "We will rock you". Das passt schließlich auch als Motto für ihr gemeinsames Wimbledon.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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