Schuldig in acht Fällen
Höchstrafe für Skandalschiedsrichter Hoyzer

Der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) hat eine lebenslange Sperre über den Hauptbeschuldigten in der Betrugsaffäre, Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer, verhängt.

HB FRANKFURT/MAIN. Dem Berliner ist es zudem auf Dauer verboten, ein Amt im DFB, seinen Mitgliedsverbänden oder deren Vereinen auszuüben. Der DFB sprach damit die Höchststrafe aus. "Herr Hoyzer hat dem deutschen Fußball und insbesondere dem Schiedsrichterwesen unermesslichen Schaden zugefügt", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Rainer Koch in der Begründung des im Einzelrichterverfahren gefällten und schriftlich ergangenen Urteils. Hoyzer habe sich in acht Fällen des unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht.

Von der anfänglich geforderten Strafe in Höhe von 50 000 ? hatte der DFB-Kontrollausschuss zuvor bereits abgesehen. Das wirtschaftliche Ausmaß des von Hoyzer in erster Linie verursachten Betrugsskandals könne mit den Mitteln der Sportgerichtsbarkeit nur eingeschränkt geahndet werden, räumte Koch ein. Zivilrechtliche Vermögensschäden seien gegebenenfalls vor staatlichen Zivilgerichten geltend zu machen. "Die sportwidrigen Handlungen können sportstrafrechtlich nur mit den dem DFB-Sportgericht zur Verfügung stehenden Höchststrafen geahndet werden", so Koch in der Urteilsbegründung.

Der DFB erwägt eine Schadensersatzforderung gegen Hoyzer. So kostete den Verband, der am Vortag auf dem Außerordentlichen Bundestag in Mainz ein generelles Wettverbot für Schiedsrichter, Spieler, Trainer und Funktionäre beschloss, die von Hoyzer verpfiffene Pokalpartie zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV beispielsweise zwei Mill. ?. Auf diese Ausgleichszahlung hatte sich die erste Instanz mit den betrogenen Hamburgern geeinigt. Es war die erste Verhandlung der insgesamt 16 Einsprüche gegen Wertungen möglicherweise manipulierter Spiele seit Bekanntwerden des Wett- und Manipulationsskandals am 22. Januar.

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