sonstige Sportarten
Schumacher gibt nicht auf - „Noch 140 Punkte“

Michael Schumacher hat vor dem Formel-1-Klassiker in Monaco noch lange nicht aufgegeben, und die Konkurrenz fürchtet bereits seine Aufholjagd.

dpa MONTE CARLO. Michael Schumacher hat vor dem Formel-1-Klassiker in Monaco noch lange nicht aufgegeben, und die Konkurrenz fürchtet bereits seine Aufholjagd.

"Er und Ferrari haben in den vergangenen Jahren bewiesen, wie stark sie sind. Wenn sie mal ein, zwei Rennen gewinnen, werden sie wieder zurückkommen", mutmaßte der mit 34 Punkten Vorsprung auf den Rekord-Weltmeister führende spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. Für den Ferrari-Star soll beim 6. von 19 Saisonrennen die Wende eingeleitet werden. "In der jetzigen Situation wäre ein Sieg wichtig."

Für Schumacher ist die Erfolgsformel relativ einfach: "Es gibt noch 140 Punkte. Wer mich kennt, weiß, dass ich bis zur mathematischen Nullmöglichkeit kämpfen werde." Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug traut Schumacher eine erfolgreiche Aufholjagd zu: "Ferrari hat bestimmt nicht das Bauen von Rennautos verlernt - trotzdem sind sie derzeit in Bedrängnis. Aber das heißt nicht, dass ihr Paket in Monaco nicht funktionieren kann."

Dagegen glaubt Renault-Teamchef Flavio Briatore nicht mehr an eine Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters zu alter Stärke. "Seine Erfolge in Ehren - ich habe ja zusammen mit ihm vor elf Jahren im Benetton-Team seinen ersten WM-Titel gefeiert -, aber er ist zu alt", sagte der Italiener der Illustrierten "Bunte". "Ich kenne Flavio gut genug, um das einordnen zu können", erwiderte Schumacher mit einem Schmunzeln.

Allerdings muss der 36-Jährige nach dem Ausfall in Barcelona wegen der Reifenschäden in der Qualifikation als einer der Ersten starten. Ein klarer Nachteil, denn je später man in den Häuserschluchten Vollgas geben kann, desto mehr Gummiabrieb findet sich auf dem rutschigen Stadtkurs. "Im Rennen kann man kaum überholen und die Position auf dem Grid macht daher sehr viel aus", sagte Schumacher. "Die Qualifikation war zuletzt ganz klar unser schwacher Punkt, mal sehen, wie wir es in Monaco hinbekommen."

Als Letzter muss dabei Spanien-Gewinner Kimi Räikkönen auf die Strecke. "Wir werden um die WM kämpfen und hoffentlich werden wir sie auch noch gewinnen", sagte der Finne vor dem 200. Grand Prix von Mercedes. "Die beiden schnellen Runden am Samstag und Sonntagvormittag sind schon fast rennentscheidend", weiß Ralf Schumacher. Trotz der guten Ergebnisse in den ersten fünf Saisonrennen ist der Toyota-Pilot skeptisch. "Monaco ist ein sehr holpriger Kurs, was dem Tf105 nicht gerade liegt", sagt er.

Für Alonso (44) zählt die Scuderia neben Mclaren-Mercedes mit dem hinter Jarno Trulli (Italien/Toyota/26) drittplatzierten Räikkönen (Finnland/17) zu den ärgsten Widersachern. "Das sind unsere Gegner", stellte Alonso klar, für den ein Sieg beim Klassiker in den engen Straßen von Monte Carlo "mehr zählt als woanders". Zu wissen, dass er um den Sieg kämpfe, lasse ihn noch härter arbeiten, meinte der 23-Jährige weiter. Nach Auffassung von Briatore werde sich Schumacher an Alonso "die Zähne ausbeißen. Ich behaupte, der ist jetzt schon weiter als Michael damals".

Unterdessen verneigt sich die Formel 1 vor Fürst Rainier. Vor dem Rennen werden Bernie Ecclestone und Max Mosley zusammen mit den Piloten eine Schweigeminute einlegen. Wegen der dreimonatigen Staatstrauer schnürte Prinz Albert beim traditionellen Benefizspiel im "Stade Louis II" gegen das von Michael Schumacher angeführte Fahrerteam seine Fußballschuhe diesmal nicht. Im strömenden Regen kassierte die Formel-1-Elf trotz des Führungstores durch ihren Kapitän vor etwas über 1 000 Zuschauern eine 2:4- Niederlage. "Wenn wir nur zehn Prozent von dem Regen am Sonntag haben, wäre ich schon zufrieden", hofft Schumacher auf einen unterstützenden Faktor in seiner Erfolgsrechnung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%