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Schumacher verteidigt Reifenregeln

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sieht die umstrittene Reifenregel nicht als Grund für den spektakulären Unfall von Kimi Räikkönen vor knapp zwei Wochen auf dem Nürburgring.

dpa MONTREAL. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sieht die umstrittene Reifenregel nicht als Grund für den spektakulären Unfall von Kimi Räikkönen vor knapp zwei Wochen auf dem Nürburgring.

"Irgendein Reglement oder irgendwas anderes dafür verantwortlich zu machen, ist ziemlich unsinnig", sagte der Ferrari-Pilot vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal. "Wenn jemand einen Fehler macht, dann kann es auch bei einem kurzen Turn, die wir letztes Jahr zwischen den Boxenstopps hatten, zu einem Reifenschaden kommen."

Räikkönen war beim Großen Preis von Europa in Führung liegend in der letzten Runde mit seinem Mclaren-Mercedes mit über 300 km/h von der Strecke geflogen und musste den Sieg dem Spanier Fernando Alonso überlassen. Die Vorderradaufhängung war durch starke Vibrationen, die durch einen Reifenschaden ausgelöst wurden, gebrochen. Der Finne hatte sich einige Runden zuvor einen Bremsplatten durch einen Fahrfehler geholt. Trotz des Schadens hatte er versucht, den Sieg ins Ziel zu retten.

Nach dem seit diesem Jahr geltenden Reglement muss ein Fahrer in der Qualifikation am Samstag und im Rennen nur noch mit einem Satz Reifen auskommen. Lediglich bei einem Schaden darf der Reifen gewechselt werden.

"Ich würde behaupten, wenn man die Rennen in der Vergangenheit anschaut, hat es auch da genug Reifenplatzer gegeben oder Unfälle durch Reifenschäden", meinte Schumacher. "Letzten Endes ist ein Fahrfehler nirgendwo auszuschließen. Da kann kein Reglement helfen."

Allerdings zeigte der 36-Jährige Verständnis, dass Räikkönen kurz vor dem Ende nicht noch einmal an die Box fuhr, da er sonst seine Führung verloren hätte. "Das wäre ziemlich dumm, in der letzte Runde reinzufahren, wenn man den Gegner zwei Sekunden hinter sich hat", meinte Schumacher. "Aber er hatte sicherlich vorher die Möglichkeit, den Sieg noch zu behalten, auch wenn es eng geworden wäre."

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