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Schumachers Ferrari macht Probleme

Wieder Probleme am Ferrari, neuer Ärger mit dem Teamkollegen: Ausgerechnet vor Michael Schumachers Heimspiel auf dem Nürburgring hat Rubens Barrichello mit neuen Attacken auf den Formel-1-Weltmeister die Harmonie gestört.

dpa NüRBURGRING. Wieder Probleme am Ferrari, neuer Ärger mit dem Teamkollegen: Ausgerechnet vor Michael Schumachers Heimspiel auf dem Nürburgring hat Rubens Barrichello mit neuen Attacken auf den Formel-1-Weltmeister die Harmonie gestört.

"In der Zukunft betrachte ich Michael nicht mehr als meinen Teamkollegen, sondern als Piloten wie jeden anderen auch", zitierten mehrere italienische Zeitungen den Brasilianer. "Michael nimmt die Realität nur so wahr, wie er es will", legte Barrichello nach, der noch immer verärgert ist wegen Schumachers Überholmanöver in Monaco. Seine Meinung habe er auch "ganz klar" Teamchef Jean Todt gesagt.

"Bei uns ist alles ruhig. Beim Abendessen gestern war alles normal", sagte der 36-Jährige Schumacher nach den beiden Trainingseinheiten am Freitag und forderte leicht genervt: "Man muss mal einen Punkt finden, an dem man aufhört. Die Sache wird hochgespielt wie die mit meinem Bruder." Schumacher hatte zuvor den Zwist mit Ralf wegen seines Überholversuchs in Monte Carlo für beendet erklärt und sich noch in bester Stimmung gezeigt.

Die ganze Diskussion um seine Fahrer verdarb auch Teamchef Todt die Laune. "Ich mache keine große Sache daraus. Es gibt keine Kontroverse im Team", sagte der Franzose. Die Auseinandersetzung sei auch "Teil des Rennsports". Todt ist überzeugt: "Die beiden werden am Nürburgring voll motiviert an den Start gehen."

Auch auf der Strecke lief es für Schumacher nach einem guten Beginn nicht mehr nach Plan. Er belegte am Vormittag im ersten Training zum Großen Preis von Europa Platz zwei. Doch am Nachmittag stoppten ihn Elektronik-Probleme. Mehr als fünf Runden auf dem 5,148 km langen Eifelkurs - weniger fuhr keiner der Top-Piloten - schaffte der siebenmalige Titelträger nicht.

"Es fehlen jetzt Informationen, die wichtig gewesen wären für die Reifenwahl", sagte Schumacher, der sich nun ausgerechnet auf seinen Teamkollegen verlassen muss: "Jetzt müssen wir schauen, was Rubens gemacht hat und inwiefern uns das reicht, um eine vernünftige Entscheidung zu treffen." Sein Team sei gut dabei, "wenn man die Zeiten von Rubens mit denen von Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya vergleicht, die für uns bedeutend sind". Die beiden Mclaren-Mercedes - Piloten waren nur rund drei Zehntelsekunden schneller als Barrichello im zweiten Training.

Bester Deutscher war am Nachmittag Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher wurde im BMW-Williams Dritter, musste allerdings schon nach einer halben Stunde seinen Wagen wegen eines Antriebsproblems abstellen. "Es läuft besser, als ich erwartet habe", meinte der 28-Jährige dennoch. "Dritter im Training bedeutet nichts. Wir sind aber ganz gut dabei." Toyota-Pilot Ralf Schumacher wurde in beiden Trainingseinheiten jeweils Zehnter.

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