Schwache Quoten
Eishockey floppt im TV

Trotz guter Leistungen der deutschen Eishockey-Auswahl blieben die Live-Übertragungen von der WM in Moskau ein Quoten-Debakel. "Da gibt es nichts zu beschönigen", sagte ZDF-Sprecher Thomas Stange. Doch in Eishockeykreisen möchte man die ausgiebige Berichterstattung als positives Signal sehen.

HB MOSKAU. Die Leistungen waren stark, doch die Quoten schwach. Bei der WM in Russland hat die deutsche Nationalmannschaft trotz ihrer Erfolge in der Heimat keine Eishockey-Begeisterung ausgelöst. Nur zwischen 180.000 und 730.000 Fans verfolgten am Fernseher die couragierten Auftritte des Teams von Bundestrainer Uwe Krupp und sorgten bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern, die erstmals seit zehn Jahren wieder live von einer Eishockey-WM berichteten, für lange Gesichter.

"Die Quoten haben sicher nicht unseren Ansprüchen genügt. Da gibt es nichts zu beschönigen", erklärte ZDF-Sprecher Thomas Stange. Das "Zweite" hatte immerhin drei Spiele live übertragen: Beim 1:5 gegen die Slowakei sahen 580.000 zu (Marktanteil 6,8 Prozent), beim 5:3 gegen Norwegen wurde mit 730.000 Zuschauern (8, 1) die insgesamt beste Resonanz gemessen, und beim 0:3 gegen die USA waren noch 650.000 (7,0) dabei.

"Eishockey ist in den letzten Jahren ein wenig aus dem Blickfeld geraten", sagte Stange: "Nach dem Sieg gegen Tschechien haben wir auf einen Aufschwung gehofft, aber der kam nicht." In der Branche gilt ein Marktanteil von zehn Prozent als Existenzberechtigung einer Fernsehsportart, Eishockey wird dagegen jetzt wohl als Randsportart geführt.

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