Schwächen am Schießstand: Biathlon-Staffel muss sich mit Silber begnügen

Schwächen am Schießstand
Biathlon-Staffel muss sich mit Silber begnügen

Sie hatten zwar von Gold geträumt, mussten dann aber schnell einsehen, dass am russischen Quartett einfach kein Weg vorbei führt. So konnte sich die deutsche Biathlon-Staffel am Ende auch über den zweiten Platz freuen.

HB TURIN. Martina Glagow, Andrea Henkel, Katrin Apel und Kati Wilhelm mussten sich am Donnerstag in San Sicario den favorisierten Russinnen geschlagen geben. Schwache Leistungen am Schießstand verhinderten, dass das deutsche Quartett die überragenden Russinnen ernsthaft gefährden konnten. Mit einem Abstand von 50,7 Sekunden auf Albina Akhatova kam Schlussläuferin Wilhelm ins Ziel. Bronze ging an die Französinnen. Für das deutsche Biathlon-Lager war es die achte Medaille im achten Wettbewerb.

"Wir haben Gold angestrebt. Aber das war die souveränste Staffel- Leistung der Russinnen, die ich je gesehen habe", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang anerkennend. "Wir haben gekämpft und Silber geschafft. Damit sind wir glücklich." Auch die viermalige Olympiasiegerin Wilhelm war nicht enttäuscht: "Wir sind ein Super-Team." Aus Anerkennung vor der Leistung der Olympiasiegerinnen verbeugte sich das Quartett nach der Flower-Zeremonie vor den Russinnen.

Die deutschen Damen galten ohnehin nicht als die großen Favoritinnen. Seit 13 Monaten warten sie auf einen Staffel-Sieg im Weltcup. Den letzten großen Titel holten die deutschen Damen vor vier Jahren bei den Winterspielen in Salt Lake City. Auch 1998 in Nagano hatte Deutschland triumphiert.

In San Sicario machte die Bilanz am Schießstand den Unterschied: Die Russinnen hatten nur zwei Nachlader, dagegen verfehlten Martina Glagow, Andrea Henkel und Katrin Apel gleich neun Mal die Scheiben. Nur Kati Wilhelm blieb fehlerfrei. "Mit zwei Nachladern durchzukommen, davor muss man großen Respekt haben. Die Russinnen haben es sich verdient", meinte Glagow, die ihre dritte Silbermedaille in Turin gewann.

Die Entscheidung fiel, als Katrin Apel, die den Vorzug vor dem Biathlon-"Denkmal" Uschi Disl erhielt, als dritte Läuferin ins Rennen ging. Nach vier Fehlschüssen im Stehendschießen und einer Strafrunde wuchs der Rückstand auf 1:10,09 Minuten. Schlussläuferin Kati Wilhelm konnte den Abstand nicht mehr aufholen trotz zwei perfekter Schießeinlagen.

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