Schweden und Finnland im Eishockey-Halbfinale: Skandinavier im Halbfinale

Schweden und Finnland im Eishockey-Halbfinale
Skandinavier im Halbfinale

Beim Olympischen Eishockey-Turnier haben die beiden nordskandinavischen Teams aus Schweden und Finnland den Einzug ins Halbfinale geschafft und somit alle Chancen auf eine Medaille in Turin gewahrt.

HB TURIN. Der Olympia-Zweite USA hat bei den Winterspielen in Turin das Halbfinale verpasst und den Nordeuropäern aus Schweden und Finnland den Vortritt lassen müssen. Die Amerikaner verloren am Mittwoch 3:4 (1:2, 1:2, 1:0) gegen die weiter makellosen Finnen, die zuletzt 1998 in Nagano Bronze holten und am Freitag auf Olympiasieger Kanada oder Russland treffen. Zuvor schaltete Schweden das Schweizer Überraschungsteam mit 6:2 (2:1, 3:0, 1:1) aus. Der Olympiasieger von 1994 spielt nun gegen Weltmeister Tschechien oder die Slowakei.

Einen Tag nach dem 2:0 über die ausgeschiedene deutsche Auswahl gewannen die Finnen auch ihr sechstes Spiel. Die Führung durch Ville Peltonen (10.) und Sami Salos Unterzahltor (13.) glichen Mike Knuble (14.) und Mathieu Schneider (22.) für die USA aus. Durch Olli Jokinen (26.) und ein Eigentor von US-Torhüter Rick DiPietro (38.) nach einem Lattentreffer von Jokinen sahen die Finnen schon wie die sicheren Sieger aus und schalteten zurück, ehe Brian Gionta (56.) es noch einmal spannend machte.

Den USA um den 44-jährigen Kapitän Chris Chelios gelang im Turnierverlauf nur gegen Kasachstan ein Sieg. Schweden siegte gegen die Schweiz viel leichter als beim 2:1 im WM-Viertelfinale 2005. Henrik Sedin (4.), Fredrik Modin (14.), Henrik Zetterberg (23.), zwei Mal Mats Sundin (30./33.) und Samuel Pahlsson (49.) trafen gegen die Eidgenossen, die nach den sensationellen Vorrundenerfolgen über Kanada und Tschechien müde wirkten. Die Tore von Mark Streit (9.) und Romano Lemm (41.) waren viel zu wenig.

Die Schweden hatten sich zuvor gegen Vermutungen verteidigt, sie hätten am Dienstag absichtlich 0:3 gegen die Slowakei verloren, um im Viertelfinale Kanada oder Tschechien aus dem Weg zu gehen. Die Gerüchte hatte Trainer Bengt-Åke Gustafsson angeheizt, der als Spieler und Assistent in Österreich jahrelang unter dem Schweizer Coach Ralph Krueger tätig war. Gustafsson hatte erklärt, sein Team werde in der bedeutungslosen Partie gegen die Slowakei Kraft sparen.

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