Schweizer Alinghi verteidigt America’s Cup
Sieg mit einer Sekunde Vorsprung

Die Neuseeländer hatten im siebten Rennen des America's Cup noch einmal gekämpft als ginge es um ihr Leben. Doch es half alles nichts. Ein folgenschwerer Fehler kostete die "Kiwis" den Sieg. Im Ziel rissen die Alinghi-Segler ihre Arme jubelnd in den strahlend blauen Himmel.

VALENCIA. Es war geschafft. Die Mannschaft des Milliardärs Ernesto Bertarelli hat den America´s Cup mit einem 5:2-Sieg gegen den Herausforderer aus Neuseeland verteidigt. Der Cup bleibt in Europa. "Ich habe viel für das große Ziel gegeben", jubelte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann. "Da muss man auch am eigenen Ego feilen. Doch wenn das Team am Ende gewinnt, stimmt alles." Das letzte Rennen ließ die spannendste Final-Serie seit 1983 in einem dramatischen Schluss kulminieren. Die Schweizer segelten mit minimalem Vorsprung von einer Sekunde ins Ziel.

Noch einmal hatten die Neuseeländer zuvor gekämpft, als ginge es um ihr Leben. Ein grandioser Fight, der alles bot, was Match Race zum Genuss machen kann: Führungswechsel, überragende Taktik, clevere Manöver und ein folgenschwerer Fehler, der den Neuseeländern vor der zweiten Luvtonne den Sieg kostete.

Das siebte Rennen hatte als Blaupause eines der vorangegangenen sechs Duelle begonnen. Wieder glänzte Kiwi-Steuermann Dean Barker im Vor-Start gegen Alinghis Ed Baird und holte sich die linke Seite mit fünf Metern Vorsprung vor dem dreimaligen Match-Race-Weltmeister. Aufgrund der recht schwachen Vorstellung des US-Amerikaners war schon während des Finals das Gerücht aufgekommen, Alinghi wolle B-Mann Peter Holmberg ans Steuer holen, um dessen aggressive Start-Künste einzusetzen. Denn Baird hatte bis zum Sonntag zwei von vier Starts gegen seinen 34-jährigen Kontrahenten verloren.

Dann entwickelte sich bei Winden über 16 Knoten ein weiteres Mal ein Bug-an-Bug-Rennen, in dem die Neuseeländer zunächst wieder mal die Nase vorn hatten - wie in vielen der anderen Rennen auch. Doch die Alinghi kämpfte sich heran und konnte die NZL 92 vor der Wendemarke taktisch meisterlich ausbremsen. Die Neuseeländer blieben fast stehen, wodurch sich die Bertarelli-Truppe den Vorteil der Innenseite an der ersten Luvtonne verschaffte, die Marke mit sieben Sekunden Vorsprung umrundete und dann die Führung auf dem Vorwind-Kurs übernahm. Aber wieder schoben sich die Neuseeländer auf der linken Seite heran, und bei Anbruch des letzten Viertels passierte es - der zweimalige Cup-Sieger überrundete die Alinghi und holte am Leetor einen Vorteil von 14 Sekunden.

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