Schwimmen DM
Biedermanns Bühne steht ab heute in Essen

"Goldfisch" Britta Steffen fehlt, die heute in Essen beginnende Kurzbahn-DM der Schwimmer ist dennoch hochklassig besetzt. Im Mittelpunkt steht Paul Biedermanns Rekordjagd.

Weltrekordler Paul Biedermann und "Mr. Kurzbahn" Thomas Rupprath gehen in Abwesenheit von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen auf Rekord- und Titeljagd, doch die deutschen Meisterschaften von heute bis Sonntag in Essen stehen auch im Zeichen der neuen Schwimm-Generation. Der neue Bundestrainer Dirk Lange hofft auf frischen Schwung für die Zukunft: "Der deutsche Schwimmsport ist besser, als er sich in Peking verkauft hat."

Während sich Britta Steffen weiter eine Auszeit nimmt und auch Etablierte wie Antje Buschschulte oder Anne Poleska im Spätherbst ihrer Karriere fehlen, liegt das Augenmerk beim Umbruch auf dem Nachwuchs. Die "jungen Wilden" wie der Junioren-Europameister und deutsche Rekordhalter Marco Koch, die 16 Jahre alte Weltcup-Siegerin Theresa Michalak oder Junioren-Weltmeister Dimitri Colupaev sollen weiter ins Rampenlicht schwimmen.

Biedermann will hohe Ambitionen untermauern

Dort steht bereits Biedermann, der beim Weltcupfinale vor zehn Tagen in Berlin dem früheren Superstar Ian Thorpe den Weltrekord über 200m Freistil abnahm. In Essen geht der 22-Jährige aus Halle/Saale über 100, 200, 400 und 800m Freistil an den Start und will dabei seine hohen Ambitionen untermauern. "Wenn ich an den Start gehe, will ich auch möglichst schnell schwimmen. Ich werde alles geben", kündigte der Olympia-Fünfte an.

Gleich zum Auftakt am Donnerstag über 800m könnte Biedermann die europäische Bestmarke des früheren Weltmeisters Jörg Hoffmann unterbieten. Über die halbe Distanz hat er zudem den Europarekord des Russen Juri Prillukow im Visier. Altmeister Rupprath hat in Essen unterdessen eine ganz besondere Marke im Blick. Der 31 Jahre alte Rostocker, der in Peking wie der Großteil der Mannschaft enttäuschte, will seine Sammlung auf 75 nationale Titel ausbauen. Dazu fehlen Rupprath noch drei Siege. "Wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm. Dann versuche ich es halt im Sommer nochmal", sagte Rupprath, der inzwischen ein Wellness-Center betreibt und nur noch als "Teilzeit-Schwimmer" aktiv ist: "Auf jeden Fall möchte ich mich in Essen noch einmal für die Kurzbahn-EM qualifizieren."

Die EM folgt zehn Tage später in Rijeka/Kroatien (11. bis 14. Dezember). Dort will der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) seine Vormachtstellung in Europa trotz des Umbruchs erfolgreich verteidigen. Die DM in Essen wird zeigen, ob die neue Generation schon so weit ist.

© SID

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