Schwimmen DM
Deibler krault zum deutschen Rekord

In der "Königsdisziplin" 100m Freistil ist der deutsche Rekord gefallen. Steffen Deibler verbesserte bei der DM in Berlin die alte Bestmarke um 33 Hundertstel auf 48,55 Sekunden.

Sehr schnell war Steffen Deibler auf der Jagd nach einem Olympia-Ticket unterwegs. Der 20-Jährige stellte in der "Königsdisziplin" 100m Freistil einen neuen deutschen Rekord auf. Dagegen scheiterte die frühere Vize-Weltmeisterin Annika Mehlhorn am vierten Wettkampftag der nationalen Meisterschaft und Olympia-Qualifikation in Berlin über 200m Schmetterling an der Norm für Peking. Goldhoffnung Britta Steffen bekräftigte einen Tag vor ihrem Auftritt über 100m Freistil ihren Startverzicht für die 200-m-Freistilstaffel bei den Olympischen Spielen im August.

Deibler (Biberach) freute sich nach zuletzt zwei Vizemeisterschaften über Titel, Rekord und Olympia-Startrecht: "Diese Rekordzeit musste aber auch sein. Ein bisschen verunsichert war ich, weil heute Vormittag der Vorlauf keineswegs optimal gelaufen ist." Deibler, der sich bereits über die doppelte Distanz für die Spiele qualifiziert hatte, setzte sich in 48,55 Sekunden vor Europameister Paul Biedermann (49,27) und Jens Schreiber (49,34) durch und blieb damit 33 Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke von Titelverteidiger Marco di Carli, der im Vorlauf ausgeschieden war.

Mehlhorn nur auf Platz drei

Unterdessen scheiterte Seriensiegerin Mehlhorn, die sechs der letzten sieben Meistertitel über diese Strecke gewonnen hatte, in 2:10,65 Minuten nicht nur an der Olympia-Norm (2:09,21), sondern musste sich als Dritte auch der Titelverteidigerin Nina Schiffer (2:09,49) sowie Franziska Hentke (2:10,65) geschlagen geben.

Über 200m Brust sicherte sich Marco Koch den Titel. Der Darmstädter war in 2:13,74 Minuten schneller als Titelverteidiger Andreas Lösel (2:15,36), blieb allerdings auch klar hinter der Olympia-Norm (2:12,44).

Lediglich drei Hundertstel fehlten Ex-Weltmeister Thomas Rupprath bei seinem Titel über die nicht-olympischen 50m Rücken, um seinen eigenen deutschen Rekord (24,80) einzustellen. Silke Lippok (Pforzheim) setzte sich über 50m Schmetterling in 27,08 Sekunden durch.

Steffen verteidigt Startverzicht über 200m

Britta Steffen verteidigte ihren Startverzicht über 200m Freistil sowie ihre Entscheidung, über diese Distanz auch nicht in der Olympia-Staffel anzutreten. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber ich möchte mich vor allem auf die 100m Freistil konzentrieren. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass die 200m viel Kraft gekostet haben", sagte die Berlinerin.

Die 24-Jährige peilt in Peking das erste Olympia-Gold für den DSV seit dem Sieg von Dagmar Hase 1992 in Barcelona an. Zudem entschärfte Steffen ihre Kritik an der mangelnden mentalen Stärke der Teamkollegen, die für Wirbel gesorgt hatte: "Meine Aussagen waren auf die Vergangenheit gerichtet."

© SID

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