Schwimmen DM
Deutsche Schwimm-Stars bleiben blass

Die deutschen Schwimm-Asse bleiben bei der Winter-DM in Hannover weiterhin blass. So verpasste Anne Poleska ihr WM-Ticket für Australien. Helge Meeuw hingegen musste krankheitsbedingt passen.

Anne Poleska hat die Chance auf ein WM-Ticket verspielt und Europameister Helge Meeuw scheidet krankheitsbedingt aus. Bei der Winter-DM in Hannover mussten Deutschlands Top-Schwimmer erneut Rückschläge hinnehmen.

Während Meeuw seine restlichen Starts wegen einer anhaltenden Erkältung absagen musste, blieb Poleska über 200m Brust als Zweite in 2:28,55 Minuten fünf Hundertstel über der WM-Norm und verpasste nach der EM auch das Ticket für Australien. Für einen Höhepunkt am Samstag sorgte wenigstens Daniela Samulski, die über 100m Schmetterling den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Kristin Otto unterbot.

"Das ist phantastisch. Ich bin sprachlos und völlig überrascht", meinte Samulski. In 58,75 Sekunden blieb die Wuppertalerin 25 Hundertstel unter Ottos bisheriger Bestmarke bei ihrem Olympiasieg 1988 in Seoul und verwies die ebenfalls starke Magdeburgerin Antje Buschschulte (58,83) auf Platz zwei.

Lohberg bringt erhofften Erfolg

Poleska hingegen ärgerte sich nach ihrem erneuten Scheitern maßlos. "Diese fünf Hundertstel tun ganz schön weh. Ich war zwar etwas besser als im Sommer, aber am Ende hat es wieder nicht gereicht", sagte die für Essen startende Wahl-Amerikanerin. Auch die Unterstützung ihres eigens aus den USA angereisten Trainers Mike Lohberg brachte nicht den erhofften Erfolg. Im Ziel hatte Poleska 1,29 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Birte Steven aus Hamburg (2:27,26).

Nach Melbourne gezittert hat sich unterdessen Thomas Rupprath. Der deutsche Rekordmeister musste sich auf seiner Weltrekordstrecke 50m Rücken in Meeuws Abwesenheit in 25,37 Sekunden zwar um zwei Hundertstel dem Wuppertaler Steffen Driesen geschlagen geben, konnte sich aber mit der WM-Qualifikation trösten. "Ich bin in Australien dabei. Nachdem ich die EM verpasst habe, ist das für mich das Wichtigste", sagte der Schwimm-Profi aus Hannover.

Knoten bei Biedermann geplatzt

Für positive Schlagzeilen sorgte erneut Annika Lurz. Die Würzburgerin, die über 200m Freistil den Weltrekord von Franziska van Almsick knapp verpasst hatte, sicherte sich über die doppelte Distanz in 4:08,93 Titel und WM-Start Nummer zwei.

Der Knoten geplatzt ist beim ehemaligen Junioren-Europameister Paul Biedermann. Der 20-Jährige aus Halle gewann über 200m Freistil in 1:48,05 Minuten und machte mit persönlicher Bestzeit die WM-Teilnahme perfekt.

Bereits vorzeitig beendet war im Stadionbad von Hannover unterdessen das Engangement von Helge Meeuw. "Es hat keinen Zweck. Es ist zwar bitter, aber die Gesundheit geht vor", sagte der Neu-Frankfurter. Weiter fraglich ist der Auftritt von Britta Steffen zum Abschluss am Sonntag über ihre Weltrekordstrecke 100m Freistil. Die vierfache Europameisterin aus Berlin laboriert noch immer an einer Magen-Darm-Grippe. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch ließ einen Start der 23-Jährigen offen.

© SID

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