Schwimmen DM
Erste Prüfung der Schwimm-Asse bei DM unter Madsen

Bei den 118. Schwimm-DM in Berlin wird der neue Sportdirektor des DSV, Örjan Madsen, seine Asse zum ersten Mal in Augenschein nehmen. Für Thomas Rupprath und Co. geht es um die Qualifikation für die EM in Budapest.

Für die deutschen Schwimmer beginnt die Ära von Örjan Madsen mit der Bestandsaufnahme in Berlin. Der seit Jahresbeginn amtierende neue Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nimmt seine Schützlinge bei den nationalen Titelkämpfen in der Hauptstadt von heute bis Sonntag erstmals in Augenschein. Dort sollen sich Thomas Rupprath, Anne Poleska und Co. für die EM Ende Juli in Budapest in Position bringen, und wenn auch dieser erste Höhepunkt vorbei ist, zählt nur noch die Mission Olympia 2008 in Peking.

Dafür krempelt der Norweger Madsen die von seinem Vorgänger Ralf Beckmann geschaffenen Strukturen gehörig um. Das Jahr wird in einen dreiteiligen Zyklus mit jeweils einem internationalen Höhepunkt unterteilt. Inklusive Höhentrainingslagern sollen die Olympiakandidaten rund 170 Tage im Jahr zusammenkommen. Die DM in Berlin ist zugleich die letzte im Sommer, 2007 und 2008 finden die Titelkämpfe im April statt. Als Qualifikation für die WM in Melbourne im März 2007 gelten die Wintermeisterschaften Ende diesen Jahres.

Schwangere Völker fehlt

In Berlin stellen sich nahezu alle deutschen Topschwimmer dem neuen Chef vor. Auch Deutschlands einziger Weltmeister Mark Warnecke (Essen/50 m Brust) ist dabei, hat einen Start in Budapest aber bereits ausgeschlossen. Der 36-Jährige steckt weiter viel Energie in die Vermarktung seines Diätproduktes und will erst ab Herbst wieder sein großes Ziel Peking angehen. Zukunftshoffnung Teresa Rohmann (Erlangen) fehlt wegen einer erneuten Schulteroperation und Weltrekordlerin Sandra Völker (Hamburg) sieht Mutterfreuden entgegen.

Zurück ist dagegen Rücken-Europameister Stev Theloke (Chemnitz), der nach seinem Rausschmiss bei der WM 2005 wieder versucht, Anschluss zu finden. Neun Athleten wie Rupprath, Poleska oder die viermalige Medaillengewinnerin Antje Buschschulte (Magdeburg) haben die EM-Norm zwar schon in Montreal unterboten. Doch in Berlin muss dazu auf jeden Fall noch ein Platz eins oder zwei her.

"Um möglichen Streitpunkten von Anfang an entgegenzuwirken: Ich werde die Nominierungs-Kriterien unmissverständlich handhaben. Das heißt: Eine Hundertstelsekunde über der Qualifikationszeit ist nicht gut genug", erklärt Örjan Madsen und schob damit Einzelfallnominierungen - unter Vorgänger Ralf Beckmann für Härtefälle oder Nachwuchsleute praktiziert - gleich einen Riegel vor. Für Budapest rechnet er mit bis zu 30 deutschen Athleten.

© SID

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