Schwimmen DM
"Goldjunge" siegt mit Europarekord

Mit einem neuem Europarekord ist Helge Meeuw bei den deutschen Meisterschaften in Berlin zu seiner fünften Goldmedaille geschwommen. Der 21-Jährige schlug über 200m Rücken in 1:56,34 Minuten als Erster an.

Die deutschen Meisterschaften der Schwimmer in Berlin entwickeln sich immer mehr zu einer One-Man-Show. Überflieger Helge Meeuw hat mit neuem Europarekord seinen fünften Titel geholt. Über 200m Rücken schlug der 21-Jährige in 1:56,34 Minuten als Erster an und verbesserte die 15 Jahre alte Bestmarke des Spaniers Martin Lopez-Zubero um 23 Hundertstel. Zweiter hinter Meeuw wurde mit gehörigem Abstand der Berliner Ernest Fahrland in 2:01,37 Minuten.

"Mit so einer krass geilen Zeit hätte ich nie im Leben gerechnet. Das Rennen war so hart, meine Beine sind jetzt etwa zwei Meter dick", meinte Meeuw. Zum Abschluss am Sonntag wird er über 400m lagen eventuell noch seinen sechsten Start in Berlin absolvieren - und könnte dann als erster Schwimmer überhaupt sechsmal Gold bei einer DM holen.

Erster Titel für Buschschulte

Erstmals ganz oben auf den Treppchen stand in Berlin am Samstag Antje Buschschulte. Die viermalige Medaillengewinnerin der WM 2005 schwamm über 50m Schmetterling in 26,70 zum Titel und schaffte nach den zweiten Plätzen über 50 und 100m Rücken zum dritten Mal die Qualifikation für die EM in Budapest (26. Juli bis 6. August). "Training und Diplomarbeit unter einen Hut zu kriegen ist nicht gerade leicht, aber es ist mir gelungen", meinte Buschschulte zufrieden.

Während Meeuw auch seine EM-Ambitionen unterstrich, gab Vorzeigeschwimmer Thomas Rupprath seine letzte Chance auf die EM-Quali kampflos auf. der 29-Jährige verzichtete auf einen Start über 50m Schmetterling und blieb erstmals seit 1998 ohne Titel bei einer DM. Zuvor hatte er über seine Weltrekordstrecke 50m Rücken sowie die doppelte Distanz als Dritter jeweils gegen Meeuw den Kürzeren gezogen.

Rupprath bleibt gelassen

Dennoch schaute Rupprath, der nach seinem Umzug von Trainer Frank Lamodke in Hannover nach Rostock bei DDR-Olympiasiegerin Caren Mahn trainiert, relativ gelassen in die Zukunft: "Ich bin erst im November 2005 zu Caren gewechselt. Da kann man noch keine großen Ergebnisse erwarten."

Zudem hat der 29-Jährige in diesem Jahr das erst zweite Höhentrainingslager seiner Karriere absolviert: "Vielleicht hatte ich im Anschluss mit nur zwei Wochen zu wenig Zeit, mich zu erholen." Immerhin konnte er sich so schon mal auf die Arbeitsweise unter dem neuen Sportdirektor Örjan Madsen einstellen. Der will bis Peking 2008 jährlich drei vierwöchige Höhentrainingslager mit seinen Assen durchführen.

Madsen stärkte Rupprath unterdessen ebenso den Rücken wie der Olympia-Dritten und WM-Zweiten Anne Poleska (Essen), die über 200m Brust völlig überraschend als Vierte die EM-Quali verpasst hatte. Abschreiben solle man die beiden auf keinen Fall: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Anne und Thomas wie Profis auf Peking vorbereiten und letztendlich auch im Olympia-Team stehen werden."

© SID

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