Schwimmen DM
Koch und Biedermann schwimmen Europarekord

Marco Koch und Paul Biedermann haben zum Abschluss der deutschen Schwimm-Meisterschaften Europarekorde aufgestellt. Beide qualifizierten sich damit souverän für die WM in Rom.

Britta Steffen fehlte nach ihrer Fabel-Zeit über 100m Freistil zum Abschluss die Kraft für einen weiteren Streich, dafür sorgten Paul Biedermann und Marco Koch mit Europarekorden für einen grandiosen Abschluss der deutschen Schwimm-Meisterschaften. Zudem rundeten Helge Meeuw, Benjamin Starke und Annika Mehlhorn am letzten Tag das starke Auftreten der Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit nationalen Rekorden ab. Insgesamt lösten 16 DSV-Starter auf Einzelstrecken das Ticket für die WM (17. Juli bis 2. August) in Rom.

"Anzug schwimmt nicht von alleine"

Britta Steffen hakte ihren Pflichtsieg in 24,45 Sekunden schnell ab. "Ich bin hier zwei Weltrekorde geschwommen und sehr zufrieden. Am Ende war ein bisschen die Luft raus, aber das zeigt, dass ich auch nur ein Mensch bin. Mein neuer Anzug ist zwar fantastisch, aber er schwimmt nicht von alleine", erklärte die 25 Jahre alte Berlinerin.

Am Tag zuvor hatte Steffen über 100m Freistil den Weltrekord auf 52,56 Sekunden geschraubt, war dabei nochmal 29 Hundertstel unter ihrer eigenen Bestmarke aus dem Vorlauf am Donnerstag geblieben und hatte sich endgültig in die Favoritenrolle für Rom geschwommen.

Dort will auch Biedermann über 200m Freistil für Furore sorgen. Der Olympiafünfte unterbot in 1:44,71 Minuten seinen eigenen Europarekord um 17 Hundertstel. "Ich habe meine Form von Monaco vor zwei Wochen bestätigt. Es war ein optimales Rennen", jubelte der 22-Jährige aus Halle/Saale.

Zugleich machte Biedermann im dritten und letzten Anlauf das WM-Ticket perfekt. Zuvor hatte Biedermann über 100 und 400m Freistil zwar jeweils deutsche Rekorde aufgestellt, die vom DSV geforderte Norm aber nicht unterboten.

Schallmauer durchbrochen

Koch blieb über 200m Brust in 2:08,33 Minuten 35 Hundertstel unter der alten Bestmarke des Ungarn Daniel Gyurta und löste damit ebenfalls noch das WM-Ticket. Am Tag zuvor war der Darmstädter im schnellsten deutschen Rennen über 100m hinter dem nationalen Rekordhalter Hendrik Feldwehr (59,45) und Johannes Neumann (59,63) unglücklicher Dritter. Erstmals waren deutsche Schwimmer unter der Schallmauer von einer Minute geblieben.

Meeuw knackte über 100m Rücken in 53,08 Sekunden seine eigene Rekordmarke um zwei Hundertstel. Deutsche Bestmarken stellten zudem über 100m Schmetterling Benjamin Starke (51,47) und Annika Mehlhorn (58,45) auf.

© SID

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