Schwimmen DM
Lurz und Pastor schwimmen am schnellsten lang

Thomas Lurz (Würzburg) und Nadine Pastor (Mainz) haben sich bei den deutschen Meisterschaften der Langstreckenschwimmer die Titel gesichert. Am Samstag werden die beiden WM-Tickets der Frauen neu ausgeschwommen.

Der fünfmalige Weltmeister Thomas Lurz (Würzburg) hat bei den deutschen Meisterschaften in Großkrotzenburg über10km triumphiert und nimmt damit souverän Kurs auf die Premiere der Langstreckenschwimmer bei Olympia 2008 in Peking. Bei den Frauen sicherte sich Nadine Pastor den Titel. Das Rennen musste jedoch auf Grund von Gewittern zur Hälfte der Distanz abgebrochen werden. Damit kommt es am Samstag (10.00 Uhr) zu einer neuen Jagd nach den zwei Tickets für die WM im kommenden Jahr in Sevilla, die wiederum als Olympia-Qualifikation gilt.

Lurz machte am Vormittag noch vor dem aufziehenden Unwetter alles klar und setzte sich in 1:54:19,02 Stunden vor dem Mainzer Christian Hein (1:54:20,43) und Toni Franz aus Leipzig (1:54:21,99) durch. "Natürlich ist Peking schon bei mir im Kopf, das ist mein wichtigstes Ziel. Deshalb war der Druck sehr groß. Aber ich wusste, was ich kann, und habe das auch wieder gut umgesetzt", sagte Lurz.

Für Örjan Madsen, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), gehört Lurz zu den großen Hoffnungen in Peking. "Er schwimmt konstant auf einem sehr hoven Level und ist auch bei Olympia ein absoluter Medaillenanwärter", sagte der Norweger.

Pastor vor Kamrau-Corestein

Bei den Frauen lag die Mainzerin Pastor nach dem Abbruch vor der viermaligen Weltmeisterin Britta Kamrau-Corestein aus Rostock und Stefanie Biller aus Burghausen. "Die Entscheidung des Kampfgerichtes geht in Ordnung", erklärte Kamrau-Corestein trotz des entgangenen Sieges: "Ich hoffe, dass am Samstag wieder optimale Bedingungen herrschen und ich die WM-Qualifikation dann perfekt machen kann." Die Rostockerin kennt sich mit widrigen Bedingungen aus. Im März triumphierte sie bei der WM in Melbourne über 25km in zwei Etappen, als das Rennen wegen starker Winde und hoher Wellen unterbrochen worden war.

Unterdessen hat Madsen die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada wegen mangelnder Kontrollen kritisiert. "Wir waren jetzt wochenlang im Höhentrainingslager in Flagstaff in den USA, und von der Nada hat es keinerlei Tests gegeben. Das kann nicht sein", sagte Madsen. Im Gegensatz zur Nada ließ der DSV selbst von allen Teilnehmern am Trainingslager Blutproben entnehmen. "Man kann zwar nie genug machen, aber wir tun nach wie vor sehr viel, um Zweifel an unseren Athleten auszuräumen", erklärte Madsen.

Weiter ungeklärt ist die Nachfolge von Madsen im DSV für die Zeit nach Peking. Madsen schloss eine Verlängerung seines Vertrages aus privaten Gründen aus und sieht den Verband unter Zugzwang. "Natürlich müssen erst ein paar strukturelle Entscheidungen getroffen werden - zum Beispiel, ob in Zukunft die Funktion des Sportdirektors und Cheftrainers auf zwei Schultern verteilt werden soll", sagte Madsen: "Aber es wäre sinnvoll, wenn ich meinen Nachfolger einarbeiten könnte, um einen vernünftigen Übergang zu schaffen."

© SID

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