Schwimmen DM
Pietsch und Co. brillieren bei Kurzbahn-DM

Gleich vier nationale Bestmarken und einen Europarekord durch Janine Pietsch konnten die deutschen Schwimmer bei der Kurzbahn-DM in Essen verbuchen. Dabei sicherte sich Thomas Rupprath sein 48. DM-Gold im kleinen Becken.

Der dritte Tag bei der Kurzbahn-DM ist mit einem Europarekord durch Janine Pietsch und vier nationalen Bestmarken spektakulär zu Ende gegangen. Europameisterin Pietsch sorgte über 50-m-Rücken für den Höhepunkt, als sie sich in 26,92 Sekunden die Bestmarke von Antje Buschschulte wieder zurückholte. Die Magdeburgerin Buschschulte, die in Essen nach einer Schulter-OP fehlt, hatte sich erst am vergangenen Woche in 26,94 den Europarekord von ihrer Nationalmannschaftsrivalin geschnappt.

Deutsche Rekorde schwammen im Essener Hauptbad zudem Europameisterin Britta Steffen über die ungeliebten 200 Freistil in 1:55,07 Minuten bereits im Vorlauf sowie der Frankfurter Helge Meeuw über 200-m-Rücken (1:51,51) und gleich zweimal Steffen Deibler. Über 100-m-Freistil blieb der 20-Jährige aus Biberach schon im Vorlauf in 47,24 Sekunden unter der alten Marke von Jens Schreiber, ehe er bei seinem Titelgewinn im Finale in 47,23 noch einen draufsetzte.

Pietsch: "Heutige Leistung unglaublich für mich"

Janine Pietsch durfte trotz schwacher Wenden auch über das Ticket für die Kurzbahn-EM im Dezember in Debrecen jubeln, wo sie als Titelverteidigerin an den Start geht. "Ich habe den Rekord wieder. In der vergangenen Woche hatte ich schon das Gefühl, dass ich hier in Essen schneller schwimmen kann als in Berlin", sagte Pietsch. Ab Montag lag sie dann aber mit Grippe flach, weshalb "meine heutige Leistung unglaublich für mich ist".

Auf mentales Training setzte Britta Steffen, die in Berlin schon über ihre Paradestrecke 100-m-Freistil einen deutschen Rekord aufgestellt hatte (52,17). "Ich habe vor dem Rennen noch intensiv mit meiner Psychologin gearbeitet, weil ich immer Angst habe vor den 200m. Dann habe ich mit meinem Trainer aber verabredet, schon im Vorlauf bewusst auf diesen Rekord zu gehen", so Steffen, die die alte Bestmarke der pausierenden Vize-Weltmeisterin Annika Lurz (Ermüdungsbruch im Lendenwirbel) um zwölf Hundertstel unterbot.

In Essen startet sie noch über 50-m-Freistil sowie 100-m-Lagen und verzichtete auch deshalb auf die Chance, sich im Endlauf über die 200m für Debrecen zu qualifizieren. Den Titel sicherte sich in einem schnellen Rennen Meike Freitag (Frankfurt/1:55,53) vor der Staffel-WM-Zweiten Petra Dallmann (Heidelberg/1:56,43), die beide auch die EM-Norm packten.

Rupprath sichert sich 48. DM-Gold

Helge Meeuw war bei seinem Rekord über 200-m-Rücken gleich 1,51 Sekunden schneller als der bisherige Rekordmann Steffen Driesen vor vier Jahren. Sein 48. DM-Gold im kleinen Becken sicherte sich Thomas Rupprath über 100-m-Lagen. In 52,77 Sekunden blieb der Rostocker ebenso locker unter der EM-Norm wie Markus Deibler (Biberach). Der jüngere Bruder von Steffen Deibler löste in 54,23 ebenfalls das Ticket für Ungarn. Die Chance zur Titelverteidigung hat bei der EM auch Janne Schäfer (Wolfsburg) über 50-m-Brust. Sie schaffte als Meisterin in 30,40 Sekunden ebenso die Norm wie 100-m-Meisterin Sarah Poewe (Wuppertal/30,92).

Ebenfalls einen starken Eindruck hinterließ die frühere WM-Zweite Annika Mehlhorn (Baunatal), die über 200-m-Schmetterling in 2:06,56 Minuten ihren insgesamt fünften DM-Titel einfuhr und gleich vier Sekunden unter der EM-Norm blieb.

© SID

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