Schwimmen DM
Poleska und Rupprath enttäuschen bei Schwimm-DM

Auf ihrer Paradedisziplin, 200m Brust, ist Anne Poleska gescheitert und darf nicht an der Schwimm-EM in Budapest teilnehmen. Auch Thomas Rupprath konnte sich bei den deutschen Meisterschaften bislang nicht qualifizieren.

Anne Poleska darf nicht an den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest (26. Juli bis 6. August) teilnehmen, da die Amerika-Rückkehrerin bei den deutschen Meisterschaften ausgerechnet auf ihrer Paradestrecke über 200m Brust in 2:31,20 Minuten nur als Vierte angeschlagen hatte. Die Olympia-Dritte und WM-Zweite schimpfte im Anschluss auf ihren neuen Coach: "Meine Technik stimmt kein Stück. Mein Trainer hat das nicht wirklich gesehen."

Neben Poleska mussten auch Antje Buschschulte (Magdeburg) und Thomas Rupprath (Hannover) am vierten Wettkampftag ihre nächsten Pleiten einstecken. Buschschulte wurde über 100m Schmetterling und 50m Rücken jeweils Zweite und zog im Rückensprint wieder gegen Weltrekordlerin Janine Pietsch (Ingolstadt) den Kürzeren.

Rupprath verliert drittes Duell gegen Meeuw

Der wie Poleska noch nicht für die EM qualifizierte Rupprath verlor auch das dritte Duell gegen den überragenden Helge Meeuw. Über 100m Schmetterling wurde der Hannoveraner zum dritten Mal in Berlin in 53,39 nur Dritter, der 21 Jahre alte Meeuw holte dagegen seinen vierten Titel. In 53,29 verpasste er diesmal allerdings die EM-Norm.

Das tat auch Weltmeister Mark Warnecke bei seinem Sieg über 50m Brust (28,36 Sekunden). Der 36-Jährige hatte allerdings schon zuvor aus beruflichen Gründen seinen Verzicht auf die Reise nach Ungarn erklärt.

Anne Poleska war nach ihrer Pleite einfach nur genervt. "Ich habe das kommen sehen. Es ist für mich aber auch schwierig, weil ich auf mich allein gestellt bin", erklärte die 26-Jährige und kündigte an, das ändern zu wollen. Im Finale hatte sie in 2:31,20 Minuten fast drei Sekunden Rückstand auf die neue Meisterin Vipa Bernhardt (Frankfurt/2:28,42).

Rupprath muss noch Qualifikationskriterien erfüllen

Poleska war erst Anfang des Jahres nach ihrem Studium aus Arizona nach Essen zurückgekehrt und hatte sich Warnecke-Trainer Horst Melzer angeschlossen. Bereits vor den deutschen Meisterschaften hatte sie aber angekündigt, demnächst doch wieder in die USA gehen zu wollen und dort als Vollprofi die Vorbereitung auf Olympia 2008 in Peking zu beginnen.

Auf Peking hat auch der neue Sportdirektor Örjan Madsen seine Planungen ausgerichtet und auf dem Weg dorthin soll eigentlich auch Thomas Rupprath in Budapest ein Ass im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sein. Doch der 29-Jährige hat die Qualifikationskriterien (Platz eins oder zwei plus Norm) bislang noch auf keiner Strecke erfüllt.

"Man schwimmt eben nicht immer so schnell, wie die Leute wollen. Aber es tut mir weh, wenn dann gleich geschrieben wird, ich sei untergegangen", meinte Rupprath. Örjan Madsen hatte die Schwächeperiode seines Schützlings schon am Donnerstag als reine Kopfsache ausgemacht: "Er denkt zuviel an andere und muss sich wieder mehr auf sich selbst konzentrieren."

© SID

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