Schwimmen DM
Steffen verteidigt DM-Titel souverän

Deutschlands Schwimm-Star Britta Steffen hat ihre Extraklasse bei der DM in Berlin eindrucksvoll gezeigt. Über 100m Freistil siegte die WM-Dritte in 53,27 Sekunden. Thomas Rupprath gewann über 50m Schmetterling.

Schwimm-Star Britta Steffen hat ihre Ausnahmestellung bei den deutschen Meisterschaften in Berlin unter Beweis gestellt. Die WM-Dritte verteidigte ihren Titel über ihre Paradestrecke 100m Freistil beim "Heimspiel" in 53,57 Sekunden erfolgreich und blieb dabei trotz einer Erkältung nur 27 Hundertstel über ihrem alten Weltrekord.

Rupprath schwimmt deutschen Rekord

Die Zeit hätte in Melbourne ebenso wie bei Thomas Rupprath über 50m Schmetterling zu Silber gereicht. Der Sprintspezialist aus Rostock, der in Australien im Vorlauf gescheitert war, trumpfte mit deutschem Rekord in 23,46 Sekunden ebenso mit deutschem Rekord auf wie der Hannoveraner Kamil Kasprowicz in 2:00,47 Minuten über 200m Lagen.

Unterdessen beendete Mark Warnecke seine aktive Karriere ganz unspektakulär. Der 37 Jahre alte Mediziner verzichtete über 50m Brust nach Vorlaufbestzeit in 28,19 Sekunden auf das Finale und kletterte um 9.30 Uhr im Europapark an der Landsberger Allee zum letzten Mal aus dem Becken.

Steffen blickt schon Richtung Peking

Steffen schöpfte aus ihrem starken Auftritt hingegen Zuversicht für ihren Weg zum angestrebten Olympiasieg 2008 in Peking. "Ich habe gezeigt, dass ich mein hohes Leistungsniveau halten kann. Das macht zusätzlich Mut. Jetzt werde ich mich intensiv auf das nächste Jahr vorbereiten", erklärte die 23-Jährige, die Junioren-Weltmeisterin Daniela Schreiber aus Halle (54,73) und die Wuppertalerin Daniela Samulski (55,19) mit großem Abstand auf die Plätze zwei und drei verwies.

Rupprath schwankte zwischen Freude und Ärger. "Über die Zeit bin ich glücklich. Aber natürlich ärgere ich mich, dass ich die Leistung nicht bei der WM abrufen konnte", meinte der 30-Jährige, der 13 Hundertstel unter seiner zwei Jahre alten Bestmarke blieb.

Warnecke, der in der vergangenen Woche von Fieber geplagt war und Antibiotika einnehmen musste, verzichtete indes kampflos auf die Chance auf seinen 33. DM-Titel. "Wen interessiert es, ob ich nochmal Gold gewonnen hätte. Ich wollte meinen letzten Start einfach in Ruhe genießen", sagte der Olympia-Dritte von 1996 in Atlanta, der sich 2005 in Montreal zum ältesten Weltmeister gekürt hatte. Warneckes Nachfolge als deutscher Meister trat überraschend der Bremer Hendrik Feldwehr (27,90) an.

Antje Buschschulte und ihr Lebensgefährte Helge Meeuw mussten sich jeweils mit Platz zwei begnügen. Meeuw blieb auf seiner Europarekordstrecke 100m Rücken in 55,20 Sekunden 19 Hundertstel hinter dem Wuppertaler Steffen Driesen. Buschschulte verfehlte über 50 m Schmetterling in 26,80 Sekunden Gold um zwei Hundertstel. Stattdessen sicherte sich Samulski ihren dritten Titel in Berlin.

Für einen furiosen Abschluss am Samstag sorgte Kasprowicz. Der Hannoveraner blieb über 200m Lagen in 2:00,47 Minuten 59 Hundertstel unter der 14 Jahre alten Marke von Christian Keller.

© SID

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