Schwimmen Doping
DSV geht mit Doping-Thema weiter offensiv um

Nach der EM in Budapest hat DSV-Sportdirektor Örjan Madsen seine Kader-Schwimmer in einem offenen Brief aufgefordert, den eingeschlagenen Anti-Doping-Kurs noch offensiver zu verfolgen.

Sportdirektor Örjan Madsen vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hat seinen Athleten seinen Anti-Dopingkurs noch einmal vehement ans Herz gelegt. Der Norweger verfasste einen offenen Brief an seine Kader-Schwimmer, in dem er auf Defizite im deutschen Team aufmerksam macht und seine Athleten unter anderem davor warnt, sich keinesfalls unangemeldeten Kontrollen zu entziehen. Das berichtete die Sport-Bild am Mittwoch.

"Die Schwimmerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes sind in Sachen No Shows ´führend´ in Europa. Wir haben (zu viele) Athletinnen, die nicht dort anwesend sind, wo sie laut den selbst eingereichten Unterlagen sein sollten, wenn Dopingbeauftragte unangemeldete Tests durchführen wollen", zitiert das Wochenmagazin aus dem Brief.

Darin spricht Madsen auch von einem "Imageproblem, das sich zu einem Glaubwürdigkeitsproblem entwickeln kann, falls wir nicht aktiv eine andere Haltung hierzu einnehmen und unsere Vorgehensweise ändern". Zugleich sei es aber auch Besorgnis erregend, dass "Skeptiker" (Madsen) noch immer voller Misstrauen über die Athleten redeten und sie damit in Misskredit bringen würden.

Madsen hatte das Thema Doping zuletzt bei der am Sonntag zu Ende gegangenen EM in Budapest offensiv angegangen und eine Initiative auf den Weg gebracht, nach der schon ab Ende September für die 30 Olympia-Kandidaten ein erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen Bluttests vor und nach den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt werden. Zudem will Madsen die Antidoping-Agenturen um mehr Kontrollen seiner Athleten bitten.

© SID

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