Schwimmen Doping
Härterer Dopingkampf droht am Geld zu scheitern

Der verschärfte Dopingkampf des Deutschen Schwimm-Verbandes droht am Geld zu scheitern. Die zuvor kalkulierten Kosten für Bluttests haben sich inzwischen vervierfacht.

Die verschärften Dopingkontrollen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) drohen an den Finanzen zu scheitern. DSV-Sportdirektor Örjan Madsen räumte auf der Pressekonferenz vor den nationalen Wintermeisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Hannover "organisatorische Schwierigkeiten" ein. Statt der kalkulierten Kosten für Bluttests in Höhe von 30 000 Euro ist nun von 120 000 Euro pro Jahr die Rede.

Ob der DSV die Kontrollen bei seinen Athleten wie geplant im vollen Umfang vornehmen kann, ist fraglich. DSV-Präsidentin Christa Thiel hatte nach der EM in Budapest erklärt, dass die Tests "nicht am Geld scheitern werden".

Unterdessen hat Weltmeister Mark Warnecke, der im Vorjahr mit seinem Triumph in Montreal über 50m-Brust mit 36 Jahren zum ältesten Weltmeister aufgestiegen war, allmählich das Ende seiner aktiven Karriere angekündigt. Letzter Höhepunkt des Esseners wird wohl die WM vom 17. März bis 1. April 2007 in Melbourne sein. Bei Olympia 2008 in Peking werde er "eher nicht mehr" dabei sein, erklärte Warnecke. In Hannover will sich Warnecke das WM-Ticket für Melbourne sichern.

Britta Steffen plant Titel-Hattrick

Im Rampenlicht steht in Hannover aber vor allem der neue deutsche Schwimmstar Britta Steffen. Drei Monate nach ihrer Gala bei der EM in Budapest mit viermal Gold, einmal Silber und drei Weltrekorden peilt die 23-Jährige aus Berlin im Stadionbad über 50, 100 und 200m- Freistil einen Titel-Hattrick an. Sein umfangreiches Programm drosseln muss hingegen wohl Europameister Helge Meeuw. Der Neu-Frankfurter wird wegen einer Erkältung statt sechs geplanter Starts wahrscheinlich "nur" viermal ins Wasser des Stadionbades springen.

© SID

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