Schwimmen Doping
Schwimmerin Schöber weist Doping-Vorwürfe zurück

Die unter Doping-Verdacht stehende Sonja Schöber beteuert ihre Unschuld. Die Schwimmerin will nun bei der Aufklärung ihrer auffälligen Untersuchungswerte mithelfen.

Die unter Doping-Verdacht stehende Schwimmerin Sonja Schöber beteuert ihre Unschuld und will bei der Aufklärung der auffälligen Testosteron- bzw. Epi-Testosteronwerte mithelfen. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich werde seit zwölf Jahren regelmäßig untersucht. Noch nie hat es bei mir Auffälligkeiten gegeben. Ich will mithelfen, dass die Sache schnell und sauber aufgeklärt wird", sagte die Dortmunderin dem Internetportal "Der Westen".

Schöber sucht nach Antworten. "Ich bin im Trainingslager nicht nur geschwommen, sondern auch sehr viel gelaufen, weil ich mein Körpergewicht reduzieren wollte. Ich habe abends keine Kohlehydrate, sondern nur noch Eiweiß gegessen und fünf bis sechs Kilo abgenommen. Ich weiß nicht, ob das ein Grund für die erhöhten Werte sein kann", sagte die 24-Jährige. Zudem gibt die Olympiateilnehmerin von Peking an, dass sie seit ihrem 14. Lebensjahr zu wenig weibliche Hormone habe. Auch ein unreines Nahrungsergänzungsmittel könnte die Ursache sein.

Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet

Der Doping-Verdachtsfall war am Mittwoch durch Sport-Bild Online publik gemacht worden. Von der Führung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) wollte bislang niemand Stellung nehmen. Anfang November waren die Mitglieder des DSV-Hauptausschusses in Kenntnis gesetzt worden, dass es eine auffällige Dopingprobe gegeben habe. Verbandsintern wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Schöber war 2007 deutsche Meisterin über 100m Brust und ist Mitglied des B-Kaders sowie des Perspektivkaders für Olympia 2012 in London. Bei Olympia in Peking war sie in den Vorläufen ausgeschieden, an der WM in Rom hatte sie nicht teilgenommen.

Ihren Start beim Kurzbahn-Weltcup am vergangenen Wochenende in Berlin hatte Schöber abgesagt. Bei den nationalen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Essen (26. bis 29. November) darf sie nicht starten, solange das aktuelle Verfahren nicht abgeschlossen ist.

© SID

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