Schwimmen Doping
Schwimmerin Steffen mit Kontroll-System zufrieden

Schwimmerin Britta Steffen hat die neuen Doping-Kontrollbestimmungen gelobt. "Ich finde das besser als vorher", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von Peking.

Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen hat die neuen Doping-Kontrollbestimmungen begrüßt, wonach Spitzensportler täglich eine Stunde lang an einem selbst gewählten Ort erreichbar sein müssen. "Ich finde das besser als vorher, denn so muss ich nicht ständig auf mein Handy schauen und damit rechnen, irgendwo antreten zu müssen, sagte die Berlinerin in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu".

Erstaunt zeigte sich Steffen, dass sie seit ihrem Doppel-Coup von Peking erst viermal kontrolliert worden ist. Angst hat die 25-Jährige, dass sie "aus Versehen" Doping-Mittel einnimmt. "Meine Trinkflasche lasse ich nie aus den Augen. Wenn ich irgendwo bin, verfolge ich den Weg des Getränks von der Bar zu mir, oder ich bestelle geschlossene Flaschen", sagte Steffen.

Steffen-Trainer Warnatzsch nicht im Kompetenzteam

Während Steffen bei Olympia in Peking die Ehre der deutschen Schwimmer gerettet hat, spielt ihr Trainer Norbert Warnatzsch in den Planungen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) offenbar keine Rolle mehr. Der 62-Jährige, der unter anderem auch Franziska van Almsick betreut hatte, ist von DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow nicht im Kompetenzteam berücksichtigt worden. Auch der Vertrag von Warnatzsch als leitender Stützpunkttrainer in Berlin wurde nicht verlängert.

"Klar, dass es für einzelne weh tut, alte Privilegien zu verlieren, aber auf Emotionen kann ich keine Rücksicht nehmen", sagte Buschkow der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Offiziell ist Warnatzsch seit Januar arbeitslos. Einen Zusammenhang mit der Diskussion über frühere DDR-Trainer soll es im Fall der Ausbootung des ehemaligen Stasi-Majors Warnatzsch nicht geben.

© SID

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