Schwimmen Doping
Thiel fordert erweiterte Dopingtests

Christa Thiel hat erweiterte Dopingtets gefordert. Die Präsidentin des deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) will somit "unbegründeten Mutmaßungen" gegenüber deutschen Schwimmern den Boden entziehen.

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) ist im Kampf gegen Doping in die Offensive gegangen und hat somit eine Ankündigung von Präsidentin Christa Thiel wahrgemacht. In einem Schreiben an die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada, die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada sowie den Internationalen Schwimm-Verband Fina fordert die DSV-Chefin zu weiterreichenden Kontrollen auf, um "unbegründeten Mutmaßungen den Boden zu entziehen".

Die drei deutschen Weltrekorde bei der EM in Budapest in der vergangenen Woche hatten angesichts der aktuellen Doping-Diskussionen für Skepsis gesorgt. "Wir wollen alle möglichen Anti-Doping-Maßnahmen ergreifen, die der deutschen Nationalmannschaft eine dopingfreie Wettkampfleistung bescheinigen", kündigte Thiel an.

Thiel fordert mehr unangekündigte Tests

Dazu soll nach dem Willen der Funktionärin neben häufigeren unangekündigten Trainingskontrollen auch die Erstellung eines individuellen Blut- und Hormonprofils in einem von der Wada akkreditierten Labor während der geplanten DSV-Höhentrainingslager gehören.

Bereits Mitte der Woche hatte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen seine Athleten erneut auf den Anti-Dopingkurs eingeschworen. In einem offenen Brief an seine Kader-Schwimmer hatte der Norweger von Defiziten im deutschen Team geschrieben und seine Athleten unter anderem gewarnt, sich keinesfalls unangemeldeten Kontrollen zu entziehen.

Initiative fordert erweiterten Athletenpass

Madsen hatte in Absprache mit Thiel bereits in Budapest eine Initiative auf den Weg gebracht, nach der schon ab Ende September für die 30 Olympia-Kandidaten ein erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen Bluttests vor und nach den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt wird. Zudem will auch Madsen die Antidoping-Agenturen um mehr Kontrollen seiner Athleten bitten.

Thiel kündigte konkret an, man wolle bei der Erstellung bestimmter Voraussetzungen (Steoridprofil im Urin, genetisches Profil, hormonelles Profil) aktiv werden. "Die Athletinnen und Athleten der Nationalmannschaft willigen ein, Urin und Blut oder auch andere Körper-Flüssigkeiten beziehungsweise -Gewebe für spätere Analysen einzufrieren oder in sonstiger Weise für spätere Analysen zu asservieren", schrieb Thiel in dem Brief vom 11. August.

© SID

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