Schwimmen EM
Britta Kamrau holt EM-Silber über 25 Kilometer

Britta Kamrau-Corestein hat am Ende der Langstrecken-EM im Schwimmen ihre dritte Medaille gewonnen. Die Rostockerin gewann über die 25km Silber.

In ihrem Rennen über 25km zum Abschluss der Langstrecken-EM in Dubrovnik hat Langstreckenschwimmerin Britta Kamrau-Corestein Kämpferqualitäten bewiesen. "Das ist sehr schön, dass es nochmal mit einer Medaille geklappt hat", freute sich die 29-Jährige aus Rostock nach dem Rennen über ihre Silbermedaille.

Im letzten Rennen trotzte Kamrau Wind und Wetter - und überwand ihren "inneren Schweinehund". Trotz einer Schwächephase kämpfte sich die angehende Juristin im kalten Wasser und bei heftigem Wind zurück und musste sich nach 5:39:00,2 Stunden nur der Spanierin Margarita Dominguez (5:38:35,3) geschlagen geben. Dritte wurde die Russin Anna Uwarowa (5:39:06,6), Cathleen Rund aus Wiesbaden (5;45;53,4) war als Elfte ohne Chance.

"Nochmal aufgerafft"

Kamrau konnte nach dem WM-Gold im Vorjahr in Melbourne ihrer Sammlung zwar keinen weiteren Titel hinzufügen, überzeugte aber - wie schon in den vergangenen Tagen von Dubrovnik- durch starken Willen. "Es war so kalt und nach zehn Kilometern wollte ich schon aufgeben. Doch dann habe ich mich zum Glück nochmal aufgerafft", sagte Kamrau.

Für Kamrau war es in Kroatien die dritte Medaille nach Silber über 5km und Bronze in der Teamverfolgung. "Nach der verpassten Qualifikation für Peking habe ich gezeigt, dass ich es noch immer kann", meinte Kamrau sichtlich zufrieden.

Dabei waren die Voraussetzungen zum Abschluss alles andere als gut. Wegen des starken Windes war der Kurs sogar vom offenen Meer in die Bucht von Dubrovnik verlegt worden. Doch Kamrau ließ sich weder von den Bedingungen noch von einem zwischenzeitlichen Rückstand ("Da hatte ich schon Tschüss gesagt") beirren. Trainer Christian Bartsch zog deshalb ein zufriedenes Fazit: "Das war ein super Abschneiden", resümierte er.

DSV zufrieden mit deutschen Schwimmern

Das galt auch für die übrigen Starter des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Der Olympia-Dritte Thomas Lurz aus Würzburg hatte bei seiner erfolgreichen Titelverteidigung über 10km sowie bei Bronze über die halbe Distanz einmal mehr überzeugt. Und sein Teamkollege Jan Wolfgarten zeigte bei seinem Überraschungs-Silber über fünf km, dass der DSV auch in Zukunft gewappnet ist.

Das letzte Rennen der Männer am Samstag über 25 km war ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gegangen. Bei dem Rennen, das wegen sintflutartiger Regenfälle kurz vor dem Abbruch stand, siegte der Italiener Valerio Cleri (4:29:00,0).

© SID

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