Schwimmen EM
Britta Steffen schafft Finaleinzug im Rekordtempo

In neuem deutschen Rekord ist Britta Steffen in das Finale der Schwimm-EM eingezogen und hat ihre alte Bestmarke über 100m Freistil um acht Hundertstel verbessert. Derweil enttäuschte Helge Meeuw über 100m Rücken.

Britta Steffen hat sich bei der Schwimm-EM in toller Form präsentiert und im Halbfinale ihre eigene nationale Bestmarke über 100-m-Freistil verbessert. Die 22-Jährige aus Berlin blieb in 54,21 Sekunden acht Hundertstel unter ihrem Rekord bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin und zog damit als Schnellste in den Endlauf am Mittwoch ein. "Sie hat alle Voraussetzungen für eine Weltklasseschwimmerin", meinte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen.

Derweil verpassten Helge Meeuw und Steffen Driesen im Finale über 100-m-Rücken mit Rang sieben und acht den Sprung aufs Podest. "Ich bin ehrlich. Das ist nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht habe. Vielleicht fehlt mir doch noch ein bisschen die nötige Erfahrung", konnte der 21 Jahre alte Meeuw seine Enttäuschung nicht verbergen und muss weiter auf seine erste große internationale Medaille warten.

Das Daumendrücken seiner früher ebenfalls im Schwimmsport erfolgreichen Eltern Folkert und Jutta nützte nichts, kurz vor dem großen Regen in Ungarns Hauptstadt ging Meeuw baden. In 54,59 Sekunden hatte der fünfmalige deutsche Meister mit dem Ausgang des packenden Finales ebenso nichts zu tun wie Steffen Driesen aus Wuppertal als Achter (54,84).

Hoffnung für Sarah Poewe über 100-m-Brust

Gold sicherte sich der Russe Arkadi Wjatschanin und blieb in 53,50 nur vier Hundertstel über der Europabestmarke von Meeuw. Silber ging an dem Olympia-Zweiten Markus Rogan aus Österreich (54, 07), Bronze holte der Grieche Aristeidis Grigoriadis (54,34).

Wie Meeuw ohne Edelmetall blieb die Wuppertalerin Daniela Samulski als Sechste in 26,87 Sekunden über 50-m-Schmetterling. Gold sicherte sich die Schwedin Therese Alshammar (26,06). Antje Buschschulte aus Magdeburg hatte Montag zunächst im Vorlauf ihren deutschen Rekord verbessert, war im Halbfinale nach einem Fehlstart aber disqualifiziert worden.

In den Endlauf zog Sarah Poewe über 100-m-Brust ein. Die für Wuppertal startende Wahl-Amerikanerin schwamm im Halbfinale in 1:08, 79 Minuten die sechstschnellste Zeit. Die deutsche Meisterin Simone Weiler aus Heidelberg scheiterte hingegen als Elfte in 1:10,01.

Kurz vor dem Ende des zweiten Finaltages musste die Veranstaltung am Dienstag wegen heftiger Gewitter über der ungarischen Hauptstadt abgesagt werden. Die Halbfinals über 200-m-Freistil der Männer mit Paul Biedermann (Halle) und die 200-m-Rücken der Frauen wurden auf Mittwoch verschoben.

© SID

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