Schwimmen EM
Deutsche jubeln über "Doppel-Gold" bei Kurzbahn-EM

Die deutschen Schwimmer konnten sich zum Auftakt der Kurzbahn-EM in Triest trotz Erkältungswelle über zwei Goldmedaillen freuen. Neben Janne Schäfer über 50m Brust war die 4x50m-Lagen-Staffel der Männer erfolgreich.

Deutschlands Schwimmer haben sich trotz der herrschenden Erkältungswelle in hervorragender Form präsentiert und konnten sich bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Triest über "Doppel-Gold" freuen. Ganz oben auf dem Treppchen standen am ersten Wettkampftag etwas überraschend Janne Schäfer über 50m Brust und wie in den vergangenen fünf Jahren die 4x50m Lagen-Staffel der Männer. Bronze holte zudem in nationaler Rekordzeit der deutsche Meister Paul Biedermann (Halle/Saale) über 400m Freistil.

Das Staffel-Quartett mit Thomas Rupprath (Hannover), Mark Warnecke (Essen), Johannes Dietrich (Berlin) und Steffen Deibler (Biberach) gewann in 1:34,83 Minuten und ließ die Ukraine (1:34,91) sowie Großbritannien (1:35,22) hinter sich. Die deutsche Meisterin Schäfer verwies in 30,62 Sekunden Beata Kaminska (Polen/30,71) und Jelena Bogomasowa (Russland/30,88) auf die Plätze und kürte sich damit zur Nachfolgerin von Titelverteidigerin Sarah Poewe (Wuppertal). Ohne Medaille blieb dagegen Simone Weiler (Heidelberg), auf Rang fünf.

Schäfer:"Wollte diesen Titel unbedingt"

"Ich wollte diesen Titel unbedingt und er bedeutet mir wahnsinnig viel. In der letzten Zeit habe ich viel an der Technik gearbeitet, das hat sich jetzt ausgezahlt", meinte Schäfer. Insgesamt fielen am ersten Wettkampftag gleich zwei Weltrekorde. Der Olympia- und WM-Zweite Markus Rogan aus Österreich siegte über 200m Rücken in der neuen Bestzeit von 1:50,43 Minuten. Über 200m Lagen schwamm der ungarische WM-Zweite Laszlo Cseh in 1:53,46 Minuten mit Weltrekord zu Gold.

Fest eingeplant war der Sieg der deutschen Lagen-Staffel. Startschwimmer Rupprath, der zuvor als Titelverteidiger bereits als Halbfinal-Schnellster den Finaleinzug über 100m Schmetterling perfekt gemacht hatte, sorgte gleich auf der Rückenlage für die Führung der deutschen Mannschaft. Die gaben seine Teamkollegen bis zum Ende nicht mehr ab.

Warnecke sagte Start über 50m Brust ab

Dabei war Brust-Weltmeister Mark Warnecke nach seinem grippalen Infekt erst am Mittwoch erstmals wieder ins Wasser gesprungen. Schon vor den Titelkämpfen hatte er den Staffel-Triumph als sein großes Ziel ausgegeben. So sagte der 35-Jährige auch seinen Einzel-Start über 50m Brust am Samstag ab, um sich weiter zu schonen. Für Thomas Rupprath war der Erfolg dagegen erst der Auftakt zu einem Mammutprogramm über fünf Strecken.

Der 19-jährige Paul Biedermann knackte bei seinem ersten Medaillengewinn auf internationaler Ebene in 3:39,88 Minuten auch den acht Jahre alten deutschen Rekord von Jörg Hoffmann (3:40,58). "Heute morgen war ich noch froh, dass ich überhaupt ins Finale gekommen bin. Ich wollte nur unter die besten Sechs", meinte Biedermann. Goldgewinner Juri Prilukow (Russland) schwamm in 3:37, 81 Europarekord.

Deibler verpasst nur knapp den Sieg

DSV-Hoffnung Steffen Deibler verpasste über 50m Freistil seine erste Medaille bei großen Meisterschaften. Nachdem er in 21,54 Sekunden bereits im Halbfinale den deutschen Rekord von Carsten Dehmlow (Hamburg) um 17 Hundertstel verbessert hatte, schlug der 18-Jährige im Endlauf nach 21,56 Sekunden an wurde Vierter. Gold sicherte sich Altmeister Mark Foster (Großbritannien) in 21,27. "Steffen absolviert die Geschichte erstaunlich ruhig. Er lässt sich überhaupt nicht irritieren", erklärte Sportdirektor Ralf Beckmann.

Eine Medaille knapp verpasste hat auch Annika Melhorn (Baunatal) über 200m Schmetterling. Die WM-Zweite von 2001 brachte eine lange Führung nicht über die Runden und schlug schließlich als Vierte an. Ins Finale am Freitag schwammen unterdessen als Halbfinal-Vierte Langbahn Weltrekordlerin Janine Pietsch (Ingolstadt) über 100m Rücken und die Staffel-WM-Zweite Petra Dallmann (Heidelberg) als Dritte über 100m Freistil. In den Vorläufen war nur die angeschlagene Staffel-WM-Zweite Daniela Götz (Erlangen) über 100m Freistil gescheitert.

© SID

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