Schwimmen EM
Deutsche Schwimmer am Freitag ohne Medaillen

Die zuletzt erfolgsverwöhnten deutschen Schwimmer sind bei der EM in Budapest am Freitag leer ausgegangen. Sarah Poewe schwamm über 200m Brust auf den sechsten Platz und verpasste als einzige Finalistin Edelmetall.

Fast schon enttäuschend verlief der Freitag für die deutschen Schwimmer bei der EM in Budapest nach dem Medaillenregen vom Vortag. Als einzige DSV-Athletin erreichte Sarah Poewe über 200m Brust das Finale, schlug jedoch nur als Sechste an. Mit der zweifachen Staffel-Weltrekordlerin Annika Liebs, Janine Pietsch und Antje Buschschulte sowie Helge Meeuw brachte sich aber ein schlagkräftiges Quartett für die Endläufe am Samstag in Position.

Große Spannung verspricht am Samstag das Finale über 200m Freistil, für das sich Annika Liebs einen Tag nach ihrem zweiten Weltrekord mit der Staffel als Zweite (1:58,39) qualifizierte. Im Endlauf dürfte es zum großen Duell mit Frankreichs Superstar Laure Manaudou kommen, die in 1:58,00 Minuten Bestzeit vorlegte. Dann könnte sogar der Weltrekord von Franziska van Almsick (1:56,64) wackeln. Nach ihrer Gala-Vorstellung als Schluss-Schwimmerin der Staffel trauen viele Liebs zu, die vier Jahre alte Bestmarke von "Franzi" zu unterbieten.

Janine Pietsch träumt vom Titel über 50m Rücken

Doch davon will die Würzburgerin weiter nichts wissen. "Ich bin froh, dass ich überhaupt im Endlauf bin. Ich habe die Nacht schlecht geschlafen", sagte Liebs. Britta Steffen (Berlin), die in Ungarns Hauptstadt mit zwei Staffelweltrekorden und einer Weltbestzeit über 100m Freistil zum neuen deutschen Schwimm-Star aufgestiegen ist, verzichtete auf einen Start.

Von ihrem ersten großen internationalen Titel darf weiter Janine Pietsch über 50m Rücken träumen. Schneller als die 24 Jahre alte Modell-Athletin aus Ingolstadt (28,57) war im Halbfinale nur die Bulgarin Alexandra Herasimenia (28,51). "Ich fühle mich wirklich gut. Die 50 Meter liegen mir. Ich hoffe, das kann ich auch im Finale zeigen", sagte Pietsch, die über die doppelte Distanz Bronze gewonnen hatte. Erfolgsgarantin Antje Buschschulte aus Magdeburg, über 100m Vize-Europameisterin, darf als Dritte (28,97) ebenfalls auf eine weitere Medaille hoffen.

Helge Meeuw schwimmt in die Erfolgsspur zurück

Das gilt auch für Youngster Meeuw, bei dem der Knoten nach Gold über 50m Rücken geplatzt ist. In 1:57,45 schwamm der fünffache deutsche Meister über seine Europarekordstrecke 200m Rücken die zweitbeste Zeit und blieb nur hinter dem Russen Arkadi Wijatschanin (1:57,16). "Ich fühle mich wesentlich besser als zu Beginn der EM", sagte der 21-Jährige aus Wiesbaden, der über 100m als Siebter sowie beim Halbfinalaus über 200m Schmetterling hinter den Erwartungen geblieben war.

Poewe blieb wie bei Rang sieben über 100m auch über die doppelte Distanz in 2:29,48 Minuten ein Podiums-Platz verwehrt. "Ich bin aber nicht traurig. Bei dieser EM war ich nicht in Top-Form", meinte die für Wuppertal startende Wahl-Amerikanerin. Gold sicherte sich die Britin Kirsty Balfour (2:25,66).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%