Schwimmen EM
Deutsche Schwimmer in Helsinki weiter erfolgreich

Bei der Kurzbahn-EM in Helsinki haben Helge Meeuw und Thomas Rupprath über 50m Rücken für einen deutschen Doppelsieg gesorgt. Für weiteres Edelmetall sorgten Antje Buschulte (100m Rücken) und Anne Poleska (200m Brust).

Deutschlands Schwimmer haben ihren Siegeszug bei der Kurzbahn-EM in Helsinki fortgesetzt. Helge Meeuw und Thomas Rupprath haben am Freitag über 50m Rücken für einen Doppesieg gesorgt. Für Rupprath war es jedoch eher ein schwarzer Tag. Der Schwimm-Profi aus Hannover verlor nicht nur seinen Titel über 50m, sondern auch den über 100m Schmetterling, wo er Fünfter wurde. Für weiteres Edelmetall sorgten Antje Buschschulte über 100m Rücken und Anne Poleska über 200m Brust, die jeweils Silber holten, sowie die deutsche Frauenstaffel mit Bronze über 4x50m-Freistil.

Helge Meeuw schnappte Rupprath ausgerechnet über dessen Weltrekordstrecke 50m Rücken den Titel weg und grinste danach wie ein Spitzbube. "Es ist alles super gelaufen. Nach meiner Erkältung fühle ich mich langsam wieder fit", meinte der 22 Jahre alte Neu-Frankfurter. In 23,70 Sekunden blieb Meeuw 22 Hundertstel vor Rupprath.

Rupprath: "Ganz mies gelaufen"

Zuvor hatte Rupprath schon als Fünfter (51,43) über 100m Schmetterling einen schweren Dämpfer hinnehmen müssen. "Heute ist es ganz mies gelaufen. Ich bin sehr unzufrieden", meinte der 29-Jährige sichtlich geknickt. Eigentlich hatte Rupprath nach Rückschlägen im Sommer mit dem Weltrekord in der Staffel zum Auftakt im geliebten 25-m-Becken auf die Wende zum Guten gehofft.

Anne Poleska konnte sich nach ihrem verlorenen Titel über 200m Brust immerhin mit Silber trösten. "Ich habe mich für meine schwache Form vor zwei Wochen in Hannover rehabilitiert", meinte die für Essen startende Wahl-Amerikanerin. In 2:23,12 Minuten blieb Poleska, die wie Rupprath die Langbahn-EM verpasst hatte und zuletzt für die WM in drei Monaten in Melbourne nachnominiert worden war, nur hinter der Britin Kirsty Balfour (2:21,82). Die Hamburgerin Birte Steven, die im Vorlauf noch Bestzeit vorgelegt hatte, musste sich in 2:25,54 mit Platz vier begnügen.

Buschschulte gewinnt 55. internationale Medaille

Ihre internationale Medaille Nummer 55 gewann Buschschulte. Im mit Spannung erwarteten Duell über 100m Rücken musste sich die Magdeburgerin in 58,20 Sekunden nur Frankreichs Schwimm-Star Laure Manaudou (57,87) geschlagen geben. Weltmeisterin Janine Pietsch aus Ingolstadt (59,05) verpasste Bronze um zwei Hundertstel. Über 50m Schmetterling musste Buschschulte (26,25) anschließend ebenfalls mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen.

Für einen guten Tagesabschluss sorgte die Frauenstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit Daniela Samulski (Wuppertal), Daniela Götz (Erlangen), Meike Freitag (Frankfurt) und Annika Lurz (Würzburg). In 1:38,50 Minuten blieb das DSV-Quartett hinter Schweden (1:36,61) und den Niederlanden (1:37,27) und holte sich Bronze.

In Abwesenheit von Britta Steffen reichte es hingegen für die deutschen Schwimmerinnen über 100m Freistil nicht zu einem Platz auf dem Podium. Beim Sieg der Niederländerin Marleen Veldhuis (52, 41) schwammen Samulski (53,76) und Freitag (54,27) auf die Plätze fünf und acht.

© SID

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