Schwimmen EM
Deutsche Schwimmerinnen sammeln weiter Gold

Bei der Kurzbahn-EM im finnischen Helsinki hat Janine Pietsch die Goldmedaille über 50m Rücken gewonnen. Auch die deutsche 4x50m-Lagenstaffel der Frauen schlug mit deutschem Rekord als Erste am Beckenrand an.

Janine Pietsch und die 4x50m-Lagenstaffel der Frauen haben bei der Kurzbahn-EM in Helsinki die Goldmedaillen Nummer vier und fünf für die deutschen Schwimmer eingeheimst. Die 24 Jahre alte Modellathletin aus Ingolstadt triumphierte über ihre Paradestrecke 50m Rücken und führte anschließend das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit Janne Schäfer, Antje Buschschulte und Daniela Samulski mit deutschem Rekord zum Sieg. Für weitere Glanzpunkte sorgte Buschschulte mit zwei deutschen Rekorden über 100m Schmetterling.

Den Höhepunkt am dritten Tag in der finnischen Hauptstadt gab es durch Frankreichs Schwimm-Star Laure Manaudou beim Weltrekord über 400m Freistil. Zudem stellte der Russe Juri Prilukow einen Europarekord über 1500m Freistil auf.

"Das tut sehr gut"

Pietsch, die über die doppelte Distanz noch um zwei Hundertstel an Bronze vorbei geschwommen war, konnte nach ihrem Sprintsieg endlich wieder strahlen. "Die letzten Wochen waren sehr turbulent, deshalb tut das sehr gut", erklärte sie. In 27,32 Sekunden verpasste sie zwar ihren eigenen Europarekord, verwies Iryna Amschennikowa (Ukraine/27,44) und Anna Gostomelsky (Israel/27,50) aber auf die Plätze. Für Pietsch war es der schöne Abschluss schwieriger Wochen mit einer Kieferoperation und Erkältung. Zudem war sie vor zwei Wochen bei den deutschen Wintermeisterschaften in Hannover wegen der Erkrankung ihrer Mutter vorzeitig abgereist.

Buschschulte hatte über 50m Rücken auf einen Start verzichtet, sorgte dafür aber über 100m Schmetterling für Furore. In 57,61 Sekunden verbesserte sie im Halbfinale ihren eigenen deutschen Rekord vom Vormittag noch einmal um 39 Hundertstel und zog hinter der Niederländerin Inge Dekker (56,99) als Zweite ins Finale ein. Die Frauenstaffel verbesserte beim Gold-Coup in 1:47,55 Minuten den deutschen Rekord um 13 Hundertstel und blieb vor Schweden (1:48,14) und Großbritannien (1:48,14).

Manaudou Maß aller Dinge

Eine Medaille verpasste die Würzburgerin Annika Lurz als Vierte (4:02,91) über 400m Freistil. Das Maß aller Dinge war einmal mehr Olympiasiegerin Laure Manaudou, die in 3:56,09 Minuten sieben Zehntel unter ihrer ein Jahr alten Bestmarke blieb und bereits ihren dritten Titel in Helsinki holte. Am Sonntag treffen die Beiden über 200m Freistil erneut aufeinander. Dann gilt Annika Lurz als Mitfavoritin.

Ihr Schwager Thomas Lurz (14:50,30) belegte über 1500m Freistil in 14:50,30 Minuten Platz zehn. Prilukow verbesserte in 14:16,13 Minuten seine eigene europäische Bestmarke gleich um 7,79 Sekunden.

In Position gebracht hat sich für seinen nächsten Streich Helge Meeuw. Der Neu-Frankfurter, der in Helsinki bereits Einzel-Gold und -Silber sowie Gold in Weltrekordzeit mit der Staffel geholt hat, zog über 100m Rücken in 51,51 Sekunden als Zweiter hinter dem Russen Arkadi Wijatchanin (51,38) in den Endlauf ein. Hoffnung auf weiteres Edelmetall kann sich auch Thomas Rupprath machen. Der Schwimm-Profi aus Hannover qualifizierte sich als Dritter (51,62) für das Finale.

© SID

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